Spätestens ab Donnerstag, so die Wetterprognosen, könnte es den ersten Wintereinbruch in diesem Jahr geben. Bei Temperaturen knapp unter null Grad und Schneefall müssen sich die Verkehrsteilnehmer am Bodensee und in Oberschwaben auf glatte Straßen einstellen. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden.
Tausende Tonnen Salz lagern in den Depots der Straßenmeistereien
Allein dem Landkreis Biberach stehen insgesamt 36 Streu- und Schneeräumfahrzeuge für den Wintereinsatz zur Verfügung. Mit 4.000 Tonnen Streusalz sei man für den Winter gut gerüstet, hieß es. Gleiches gilt für die Straßenmeisterei in Tettnang im Bodenseekreis. Insgesamt stünden dort bis zu sieben Fahrzeuge zur Verfügung, um Schnee zu räumen oder Straßen zu streuen. Das Lager sei mit 1.000 Tonnen Salz und 65.000 Litern Flüssigsalz gut gefüllt.
Bereitschaft für Winterdienste beginnt früh
Für die Mitarbeitenden der Straßenmeistereien heißt es wieder: früh aufstehen. Bereits um 2.30 Uhr begännen jetzt die ersten Dienste, sagt Stefan Müller von der Straßenmeisterei Tettnang. Dann würden Wetterberichte und die Straßenlage gecheckt. Sollte es schneien oder Glatteis drohen, würden weitere Beschäftigte alarmiert, die dann mit ihren Fahrzeugen Schnee räumen oder Salz streuen. Dabei kommen sowohl normales Salz als auch Flüssigsalz zum Einsatz. Letzteres werde aber vor allem präventiv eingesetzt, um Eisglätte auf den Straßen gar nicht erst entstehen zu lassen, sagt Müller.
Rücksicht nehmen auf Winterdienst-Fahrzeuge
Gefährlich kann es auf den Straßen vor allem in den Früh- und Abendstunden sowie in Waldgebieten werden. Hier trockne es meist nicht mehr komplett ab, deshalb sei dort verstärkt mit Glatteis zu rechnen, sagt Stefan Müller. Weitere Gefahrenstellen seien Brücken. Der Straßenmeister bittet alle Verkehrsteilnehmer auf die Winterdienste Rücksicht zu nehmen. Auf keinen Fall sollten Räum- oder Streufahrzeuge überholt werden. Zudem müssten die Fahrer in Kreuzungsbereichen oftmals auch rückwärtsfahren. Deshalb sollten Autofahrer möglichst einen großen Abstand zu den Winterdienstfahrzeugen halten.