Kanton Thurgau greift ein

Kältezonen sollen Fischen im Hochrhein Überleben sichern

Der Kanton hat im Hochrhein zwischen Stein am Rhein und Diessenhofen Kältezonen für Fische geschaffen. Dort sollen sich Fische bei Hitzeperioden zurückziehen können.

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Über Wassertemperaturen von über 23 Grad im Hochrhein freuen sich zwar Badegäste, nicht aber die kaltwasserliebenden Fische, wie etwa Äschen. Diesen Fischarten ist das deutlich zu warm. Der Kanton Thurgau schafft nun wieder Abhilfe in Form von Kältezonen. Sie wurden an kälteren Zuflüssen zwischen Stein am Rhein und Diessenhofen eingerichtet, beziehungsweise vorhandene reaktiviert. Bei Schlatt wurde etwa ein Kaltwasserpool wiederhergestellt, beim Mühlbach wurde ein neuer Kaltwasserbereich geschaffen.

Hitzestress für Fischarten im Hochrhein

In solche Kältezonen können sich die Fische bei Hitzeperioden zurückziehen. Denn für kaltwasserliebende Fische wie die Äsche bedeuten Wassertemperaturen ab 23 Grad aufwärts Hitzestress. Je wärmer das Wasser ist, desto knapper wird der Sauerstoffgehalt für die Tiere. Das kann lebensbedrohlich werden.

Schutz vor Vögeln und Fressfeinden

Die Kältebecken hätten sich bereits in vergangenen Hitzesommern bewährt, heißt es seitens des Kantons Thurgau. Zusätzlich spenden Vogelschutznetze in Diessenhofen Schatten und schützten vor Fressfeinden. Die Bereiche sind abgesperrt und sollen nicht durchschwommen oder durchfahren werden. Zudem soll der Lebensraum verbessert werden, etwa durch die Wiederherstellung natürlicher Uferbereiche. Dafür kooperieren die Kantone Thurgau, Schaffhausen und Zürich.

2003 gab es ein großes Äschensterben. Danach wurde ein Äschen-Notfallkonzept von den Kantonen entwickelt.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR