Bei einem Unfall auf der A81 ist am frühen Montagmorgen bei Geisingen (Kreis Tuttlingen) ein Mensch ums Leben gekommen. Laut Polizei war ein 68-jähriger Autofahrer wegen der Glätte auf einer Brücke ins Schleudern gekommen und in ein vor ihm fahrendes Auto geprallt. Der 68-Jährige wurde tödlich verletzt. Der 61-jährige Fahrer des anderen Autos erlitt schwere Verletzungen und kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Die A81 war deshalb in Richtung Singen bei Geisingen gesperrt.
Glatteis könnte nach Einschätzung der Polizei auch einen Unfall am Morgen auf der Landstraße 354 zwischen Salzstetten und Waldachtal (Kreis Freudenstadt) verursacht haben. Dort war ein Auto ins Schleudern gekommen und gegen einen Lastwagen geprallt. Eine Person erlitt schwere Verletzungen und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.
Für die Regionen Stuttgart und Tübingen galt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bis in die frühen Morgenstunden eine amtliche Unwetterwarnung vor extremem Glatteis. Mittlerweile wird hier aber nur noch in einigen Regionen des Landes vor Dauerregen gewarnt. Am Sonntagabend und in der Nacht war Blitzeis möglich - darauf hatten die Meteorologen hingewiesen. Durch die steigende Bodentemperatur am Morgen habe sich die Situation gebessert.
Unfälle laut Polizei im "erwartbaren Rahmen" - Lkw im Graben, Auto auf Dach
Auf den Straßen ist es trotz Blitzeis und Rutschpartien in der Nacht und am frühen Morgen weitgehend ruhig geblieben. "Das Glätte-Eis-Chaos ist ausgeblieben", sagte zum Beispiel ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg. "Um diese Jahreszeit ist das Wetter halt so, und angesichts dessen war alles in erwartbarem Rahmen." Auch in den Regionen Stuttgart und Tübingen gab es trotz der Warnungen kaum Einsätze. "Wir hatten in der ganzen Nacht nur drei Glatteisunfälle", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Reutlingen. Bei Gerstetten (Kreis Heidenheim) kam ein Lkw-Fahrer am Morgen mit seinem Auflieger von der Fahrbahn ab und landete im Wald. Nach Polizeiangaben ist die Bergung aufwendig.
Witterungsbedingt hatten sich am frühen Morgen im Bereich des Polizeipräsidiums Konstanz bereits knapp 30 Unfälle ereignet. Es gibt auch mindestens zwei Verletzte. Ein Mensch wurde laut Polizei bei Aichhalden im Kreis Rottweil in seinem Wagen eingeklemmt. Ein Rettungshubschrauber ist im Einsatz. Glatt ist es auch im Südschwarzwald. Einige Fahrzeuge kamen ins Rutschen. Die Polizei hat bislang noch keine Unfälle registriert. Auch in der Region Heilbronn wurden einige Unfälle gemeldet - aber keine Verletzten.
Auch mehrere Glatteisunfälle auf der A7 im Landkreis Heidenheim gingen am Sonntagabend glimpflich aus. Verletzte gab es nicht, sagte ein Polizist in der Leitstelle in Ulm. "Es hat ein paar Mal gescheppert. Die sind alle in die Leitplanken gerauscht", erklärte er. Die Autobahnpolizei habe die Geschwindigkeit auf der A7 wegen der Glätte vorsorglich auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert. Auf der Bundesstraße 19 bei Aalen (Ostalbkreis) geriet ein Auto ins Schleudern, durchbrach die Leitplanke und landete schließlich auf dem Dach. Die Fahrerin blieb unverletzt.
Wasserschäden wegen Frost in Stuttgart, Unfall mit Sportwagen im Kreis Biberach
In Stuttgart war im Laufe des Sonntags wegen mehrerer Wasserschäden aufgrund der Kälte auch immer wieder die Feuerwehr im Einsatz. Außenliegende Wasserleitungen platzten - da Wasser unkontrolliert auslief, mussten auch Überschwemmungen und Glätte auf Straßen verhindert werden.
Am Samstag verunglückte ein Sportwagen im Kreis Biberach wegen zu hoher Geschwindigkeit bei Glätte. Ein 59-Jähriger hatte laut Polizei mit dem Gefährt eine Probefahrt unternommen, sein 31-jähriger Sohn war als Beifahrer mit dabei. Zwischen Hochdorf und Eberhardzell geriet der Mann mit dem Wagen aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf Glatteis in einer Linkskurve ins Schleudern. Das Fahrzeug kam nach rechts von der Fahrbahn ab und schleuderte gegen einen Baum. Fahrer und Sohn erlitten laut Polizei leichte Verletzungen und wurden vorsorglich in einem Krankenhaus untersucht. Am Auto entstand Totalschaden.