Quarantäne angeordnet

Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Kontaktperson ist wieder zu Hause

Eine Person aus Baden-Württemberg war auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius", auf dem es einen Ausbruch des Hantavirus gab. Nun ist sie wieder zu Hause - und dort lange in Quarantäne.

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Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ist eine symptomfreie Kontaktperson aus Baden-Württemberg nach Hause gebracht worden. Dort beginne sie nun mit einer häuslichen Quarantäne, die mindestens sechs Wochen dauern dürfte. Ihr gehe es weiterhin gut, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart. Es gebe keine Hinweise auf eine Infektion.

Isolierungstransport von Eindhoven nach Frankfurt

Zur Identität der betroffenen Person machte das Ministerium zum Schutz der Persönlichkeitsrechte keine Angaben. Sie war als Teil eines Sonderisolierungstransports mit drei weiteren deutschen Passagieren am späten Sonntagabend aus dem niederländischen Eindhoven nach Deutschland gebracht worden.

Nach einer Untersuchung an der Uniklinik Frankfurt sollten alle vier Personen in ihre Heimatregionen nach Bayern, Berlin, Sachsen und in den Regierungsbezirk Stuttgart gebracht werden.

Quarantäne für Kontaktpersonen ohne Symptome

Kontaktpersonen sind Menschen, die mit einem nachweislich infizierten Person Kontakt hatten. In Deutschland empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) sechs Wochen Quarantäne für Kontaktpersonen ohne Symptome. Denn zwischen der Ansteckung und einem möglichen Ausbruch der Krankheit können bei diesem Erreger bis zu 45 Tage vergehen.

Evakuierung der "Hondius" unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen

Die vier deutschen Passagiere waren zuvor von der Kanareninsel Teneriffa - wo die "Hondius" nach mehreren Wochen auf See angelegt hatte - in die Niederlande ausgeflogen worden. Vor Beginn der Ausschiffung hatten Ärzte die Menschen an Bord epidemiologisch untersucht. Dabei wurden bei keinem der 140 bis 150 Passagiere und Crewmitglieder Symptome festgestellt.

Gesundheitsamt in Regierungsbezirk Stuttgart ordnet Quarantäne an

Das zuständige Gesundheitsamt im Regierungsbezirk Stuttgart habe die Quarantäne angeordnet und begleite die Maßnahme eng, hieß es vom Sozial- und Gesundheitsministerium in Stuttgart. "Für die Bevölkerung in Baden-Württemberg besteht nach aktueller Bewertung kein Anlass zu besonderen Maßnahmen."

Der Gesundheitszustand werde während der Zeit regelmäßig überwacht - dazu gehöre ein tägliches Symptom-Monitoring. Bei Krankheitszeichen würden sofort weitere medizinische Schritte eingeleitet.

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Doc Fischer SWR

Stuttgart

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Landesschau Rheinland-Pfalz SWR RLP

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SWR

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