Der Waffenhersteller Heckler & Koch vermeldet einen hohen Gewinn: Der Umsatz legte mit mehr als 128 Millionen Euro deutlich zu. Der Waffenhersteller verweist auf eine anhaltend hohe Nachfrage. Sicherheitsbehörden und Streitkräfte etwa in Deutschland und Europa würden weiterhin auf Systeme von Heckler & Koch setzen, heißt es in der Unternehmensmitteilung.
Im weiteren Jahresverlauf sieht sich die Waffenschmiede strategisch gut positioniert. Man sei operativ und industriell hervorragend aufgestellt, wird Firmenchef Jens Bodo Koch zitiert. Die hohe Nachfrage bestätige den Kurs und die Investitionen in Kapazitäten, Technologie und Infrastruktur.
Heckler & Koch: weitere Aufträge in Aussicht
Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur dürfte Heckler & Koch in den kommenden Jahren weiterhin von langfristigen Lieferverträgen mit NATO-Armeen profitieren. Unter anderem erhalte die Bundeswehr schrittweise 80.000 neue Sturmgewehre. Nach eigenen Angaben beliefert Heckler & Koch grundsätzlich nur Staaten, die der Europäischen Union oder der NATO angehören oder NATO-gleichgestellt sind.
Heckler & Koch stellt Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Granatwerfer her. Die Firma hatte zum Jahreswechsel 1.340 Beschäftigte. Der größte Teil des Personals arbeitet am Stammsitz in Oberndorf im Nordschwarzwald, weitere kleinere Standorte gibt es in den USA und Großbritannien. In den USA hat die Firma ein Montagewerk. Zu den Konkurrenten gehören Beretta aus Italien und der zur tschechischen CZ-Gruppe gehörende US-Waffenhersteller Colt und Haenel aus Thüringen.