Elektromobilität im Güterverkehr

Audi testet E-Lkw: Ladeinfrastruktur bremst Ausbau

Seit einem Jahr sind bei Audi mit Werk in Neckarsulm E-Lkw auf Langstrecken im Einsatz. Die Technik überzeugt, doch die Ladeinfrastruktur bremst den Ausbau der Flotte.

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Seit einem Jahr testet Audi vollelektrische Langstrecken-Lkw im Alltag. Die Fahrzeuge sind zwischen den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm (Kreis Heilbronn) unterwegs. Gemeinsam mit dem Speditionspartner Hans Ihro transportieren sie Bauteile für verschiedene Audi-Modelle, unter anderem für den Audi A5, den Audi Q6 e-tron und den Audi A6 e-tron.

Elektro Lastwagen von Audi
Roman Gabel, Transportplaner bei Audi, zieht nach einem Jahr Test mit Elektro-Lkw eine positive Bilanz

E-Lkw bei Audi: Technik überzeugt im Alltag

Die Bilanz nach einem Jahr fällt bei Audi positiv aus. Die E-Lkw arbeiten zuverlässig und lassen sich grundsätzlich wie herkömmliche Lastwagen einsetzen. "Die Einsätze laufen so wie mit einem anderen Antrieb. Wir sind super glücklich damit", sagt Roman Gabel, Transportplaner bei Audi.

Ladeinfrastruktur als größtes Problem

Der weitere Ausbau der Flotte wird jedoch ausgebremst - vor allem durch fehlende Ladepunkte. Laut Audi ist die Ladeinfrastruktur bislang nicht flächendeckend verfügbar. Für Speditionen sei das aktuell das größte Hindernis. Hinzu kommen lange Planungs- und Umsetzungszeiten, die den Ausbau zusätzlich verzögern.

Auch im täglichen Betrieb stellen E-Lkw besondere Anforderungen. Die Routen müssen exakt geplant werden. Schon kleine Umwege von wenigen Kilometern können problematisch sein. Das macht den Einsatz im Vergleich zu klassischen Lkw deutlich anspruchsvoller.

E-Lkw bieten klare Vorteile auf Kurzstrecken

Auf kürzeren Strecken zeigen sich dagegen klare Vorteile. Spediteur Roland Rüdinger aus Krautheim (Hohenlohekreis) setzt bereits 30 Elektro-Lkw ein - vor allem im Nahverkehr. Die Fahrzeuge fahren im Zwei-Schicht-Betrieb und sparen Kosten, etwa durch den Wegfall der Maut.

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SWR

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