Der Sportartikel-Hersteller JAKO aus Mulfingen (Hohenlohekreis) rüstet weltweit Amateur und Profimannschaften aus. In der Fußball-Bundesliga den VfB Stuttgart und Mainz 05, bei der Fußball-WM das Team des Iraks. Auch bei JAKO meldet sich regelmäßig der Zoll, wenn Lieferungen mit gefälschten Trikots entdeckt wurden. Die Ware stamme häufig aus Asien, sagt Jonas Limbach vom Vertrieb. Wie hoch der jährliche Schaden für das Unternehmen ist, lasse sich nur schwer beziffern.
JAKO versucht es den Betrügern schwer zu machen
Da es schwierig ist, an die Hintermänner zu kommen, versucht es JAKO ihnen so schwer wie möglich zu machen. Einige Kennzeichen am Trikot seien ein wichtiges Indiz, um Originale und Fälschungen zu unterscheiden, sagt Limbach.
Beim VfB Stuttgart sind es zurzeit (Saison 25/26) die eingeprägten Cannstatter Treppen oder das Logo mit Relief auf der Brust. JAKO setzt zudem auf ein Security-Label. Es schimmert am unteren Shirt-Rand unterschiedlich im Licht. Auch seien die echten Trikots hochwertiger verarbeitet. Der VfB hat beispielsweise einen Stretch-Kragen und ein gesticktes Logo hinten am Hals, erklärt Limbach.
Warnung vor Fake-Shops zu gefälschten Trikots
Eines der wichtigsten Indizien ist aber der Preis in den offiziellen Fan-Shops der Vereine. Wenn ein Trikot anderswo im Internet oder auf dem Markt verdächtig günstig angeboten wird, sollte man genauer hinschauen, rät Limbach.
Plagiate schaden nicht nur den Herstellern, sagt die Verbraucherzentrale. Sie seien auch häufig von minderwertiger Qualität und im schlimmsten Fall mit Schadstoffen belastet. Die Verbraucherschützer warnen zudem vor Fake-Shops. Also Online-Shops, die zwar teilweise sogar mit Originalbildern der Trikots werben, nach dem Erhalt des Geldes aber nichts liefern. Ein Indiz sei dabei meist der Zwang vor Vorkasse.