Sportartikelhersteller JAKO gibt Tipps

Fußball-WM 2026: So können gefälschte Trikots erkannt werden

Um es Fälschern schwer zu machen, betreiben Hersteller wie JAKO einigen Aufwand. Wer auf die bestimmte Merkmale achtet, kann gefälschte Trikots von echten unterscheiden.

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Von Autor/in Raphael Moos

Der Sportartikel-Hersteller JAKO aus Mulfingen (Hohenlohekreis) rüstet weltweit Amateur und Profimannschaften aus. In der Fußball-Bundesliga den VfB Stuttgart und Mainz 05, bei der Fußball-WM das Team des Iraks. Auch bei JAKO meldet sich regelmäßig der Zoll, wenn Lieferungen mit gefälschten Trikots entdeckt wurden. Die Ware stamme häufig aus Asien, sagt Jonas Limbach vom Vertrieb. Wie hoch der jährliche Schaden für das Unternehmen ist, lasse sich nur schwer beziffern.

JAKO versucht es den Betrügern schwer zu machen

Da es schwierig ist, an die Hintermänner zu kommen, versucht es JAKO ihnen so schwer wie möglich zu machen. Einige Kennzeichen am Trikot seien ein wichtiges Indiz, um Originale und Fälschungen zu unterscheiden, sagt Limbach.

In das Original-Trikot sind in dieser Saison die Cannstatter Treppen eingestempelt (Embossing). Ein Merkmal, was schwer zu fälschen ist.
In das Original-Trikot sind in dieser Saison die Cannstatter Treppen eingestempelt (Embossing). Ein Merkmal, was schwer zu fälschen ist. Bild in Detailansicht öffnen
Bei dieser Fälschung ist der JAKO-Schiftzug nur gedruckt, ebenso die Cannstatter Treppen. Beim Original sind sie eingestempelt (Embossing) und fühlbar.
Bei dieser Fälschung ist der JAKO-Schiftzug nur gedruckt, ebenso die Cannstatter Treppen. Beim Original sind sie eingestempelt (Embossing) und fühlbar. Bild in Detailansicht öffnen
Beim Original ist gut zu sehen, dass das VfB-Logo aufwendig an den Kragen gestickt wurde.
Beim Original ist gut zu sehen, dass das VfB-Logo aufwendig an den Kragen gestickt wurde. Bild in Detailansicht öffnen
Auf dem Kragen dieser Fälschung fehlt unter anderem das Logo des VfB Stuttgart.
Auf dem Kragen dieser Fälschung fehlt unter anderem das Logo des VfB Stuttgart. Bild in Detailansicht öffnen
Bei diesem Original ist der Kragen aus einem Stretch-Material und aufwendig gearbeitet.
Bei diesem Original ist der Kragen aus einem Stretch-Material und aufwendig gearbeitet. Bild in Detailansicht öffnen
Der Kragen des gefälschten VfB-Trikots ist deutlich einfacher gearbeitet als beim Original. Zudem hat das Original ein Etikett mit JAKO-Branding.
Der Kragen des gefälschten VfB-Trikots ist deutlich einfacher gearbeitet als beim Original. Zudem hat das Original ein Etikett mit JAKO-Branding. Die Fälschung hier nicht. Bild in Detailansicht öffnen
Die für JAKO typischen Punkte kann man beim Original ertasten.
Die für JAKO typischen Punkte kann man beim Original ertasten. Bild in Detailansicht öffnen
Das VfB-Original besitzt dieses Security-Label. Es schimmert unterschiedlich, wenn es im Licht gedreht wird.
Das VfB-Original besitzt dieses Security-Label. Es schimmert unterschiedlich, wenn es im Licht gedreht wird. Bild in Detailansicht öffnen
Wer bei diesem Original über das Vereinswappen streicht, fühlt eine Struktur. Bei Fälschungen ist diese oft einfach glatt oder das Logo nur aufgedruckt.
Wer bei diesem Original über das Vereinswappen streicht, fühlt eine Struktur. Bei Fälschungen ist diese oft einfach glatt oder das Logo nur aufgedruckt. Bild in Detailansicht öffnen
Bei der Fälschung ist das Logo des VfB nur aufgedruckt. Beim Orignal ist es ein Badge mit Relief aus Kunststoff.
Bei der Fälschung ist das Logo des VfB nur aufgedruckt. Beim Orignal ist es ein Badge mit Relief aus Kunststoff. Bild in Detailansicht öffnen

Beim VfB Stuttgart sind es zurzeit (Saison 25/26) die eingeprägten Cannstatter Treppen oder das Logo mit Relief auf der Brust. JAKO setzt zudem auf ein Security-Label. Es schimmert am unteren Shirt-Rand unterschiedlich im Licht. Auch seien die echten Trikots hochwertiger verarbeitet. Der VfB hat beispielsweise einen Stretch-Kragen und ein gesticktes Logo hinten am Hals, erklärt Limbach.

Warnung vor Fake-Shops zu gefälschten Trikots

Eines der wichtigsten Indizien ist aber der Preis in den offiziellen Fan-Shops der Vereine. Wenn ein Trikot anderswo im Internet oder auf dem Markt verdächtig günstig angeboten wird, sollte man genauer hinschauen, rät Limbach.

Plagiate schaden nicht nur den Herstellern, sagt die Verbraucherzentrale. Sie seien auch häufig von minderwertiger Qualität und im schlimmsten Fall mit Schadstoffen belastet. Die Verbraucherschützer warnen zudem vor Fake-Shops. Also Online-Shops, die zwar teilweise sogar mit Originalbildern der Trikots werben, nach dem Erhalt des Geldes aber nichts liefern. Ein Indiz sei dabei meist der Zwang vor Vorkasse.

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Raphael Moos
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