Vor rund einer Woche hat es bei einem Geflügelbetrieb in Niederstetten (Main-Tauber-Kreis) gebrannt. Rund 10.000 Tiere verendeten in einem der Ställe, die gebrannt hatten. Nachdem noch einmal ein Brandgutachter vor Ort war, steht jetzt endgültig fest, weshalb das Feuer ausgebrochen ist.
Großbrand in Niederstetten: Gutachten bestätigt ursprünglichen Verdacht
Der Gutachter hat den Verdacht der Ermittler jetzt bestätigt. Schon in der vergangenen Woche war davon ausgegangen worden, dass ein technischer Defekt zu dem Brand geführt haben könnte. Laut Gutachten war genau das - ein technischer Defekt - auch die Brandursache. Demnach soll das Feuer an der Elektronik in einem Technikraum ausgebrochen sein.
Geflügelbetrieb in Niederstetten brennt: Zwei Ställe standen in Flammen
Dieser Technikraum grenzt direkt an einen der beiden Ställe, die gebrannt haben. Das Feuer griff dann auch zuerst auf diesen Stall über. Sowohl der Stall als auch der Technikraum brannten komplett ab. Noch am selben Tag rückte ein Bagger an und riss die Gebäude ab - zu retten war nichts mehr.
Mehrere Millionen Euro Schaden Großbrand in Niederstetten: Tausende Hühner umgekommen
Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot zu einem Brand nach Niederstetten ausgerückt. Zwei Stallungen stehen in Flammen, darin sollen sich 20.000 Hühner befunden haben.
Das Feuer griff allerdings auch auf einen zweiten Stall direkt daneben über. Allerdings schaffte es die Feuerwehr diesen Brand unter Kontrolle zu bringen. Auch in dem zweiten Stall befanden sich zur Zeit des Ausbruchs des Brandes rund 10.000 Hühner. Die konnten allerdings noch gerettet werden.
Drei Millionen Euro Schaden: Unklar wer dafür aufkommt
Jetzt wird es für den Besitzer um die Frage gehen, wer für den Schaden aufkommt. Der wurde schon am Tag des Brandes auf rund drei Millionen Euro geschätzt, daran hat sich auch nichts mehr geändert. Im Falle eines Defekts, der einen Brand auslöst, sollte im Normalfall eine Versicherung greifen. Ob es die aber gibt und wie viel der Schadenssumme dann wirklich übernommen wird, das bleibt offen.