Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" befindet sich jetzt auch eine Kontaktperson im Landkreis Heilbronn in häuslicher Quarantäne. Wie das Landratsamt Heilbronn am Mittwoch bestätigt, sei die Person symptomfrei und befinde sich seit Montag zur Sicherheit in Abschottung. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass eine Kontaktperson zurück nach Baden-Württemberg gebracht wurde.
Das Landratsamt Heilbronn betont: Für die Bevölkerung besteht nach aktueller Bewertung kein Anlass zu besonderen Maßnahmen.
Hantavirus-Kontaktperson im Landkreis Heilbronn führt Symptomtagebuch
Weitere Angaben zu der betroffenen Person macht das Landratsamt nicht – zum Schutz der Persönlichkeitsrechte. Das Heilbronner Gesundheitsamt, das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mit dem Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz sowie weitere beteiligte Stellen stünden in engem Austausch.
Der Gesundheitszustand der betroffenen Person werde auch täglich überwacht, heißt es weiter. Beispielsweise führt sie ein Symptomtagebuch. Bei Krankheitszeichen würden sofort weitere medizinische Maßnahmen eingeleitet.
Hantavirus: Risiken durch Quarantäne eingrenzen
Die Maßnahmen beziehen sich auf das Andesvirus. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch sei selten. Dazu könnte es vor allem bei längerem engem Kontakt kommen. Daher werden die Kontaktpersonen möglichst früh begleitet. So sollen Risiken eingegrenzt werden.
Kontaktperson sechs Wochen lang in häuslicher Quarantäne
Die Quarantäne ist auf sechs Wochen angesetzt. Denn zwischen der Ansteckung und einem möglichen Ausbruch der Krankheit können bei diesem Erreger bis zu 45 Tage vergehen.