Die Preise für Heizöl erreichen fast wieder das Jahreshoch aus dem April. Zwischen 1,40 Euro und 1,50 Euro kostet der Liter Heizöl aktuell in Heilbronn-Franken. Laut dem Portal esyoil ist Heizöl in Baden-Württemberg aber noch billiger als in allen anderen Bundesländern außer Bayern, laut HeizOel24 ist es in Baden-Württemberg sogar am günstigsten. Hiesige Händler raten jedenfalls, sich schon Gedanken zu machen und - wenn nötig - zu kaufen. Denn bald steht der Winter an und die Wartezeiten werden nicht kürzer.
Mineralölhändler aus der Region rät dazu, Preise zu beobachten
Auch wenn die Heizöl-Preise aktuell hoch sind - Michael Wacker vom Heilbronner Mineralölhändler Domesle warnt davor, zu lange mit dem Kauf zu warten. Der Preis für Heizöl ändere sich aktuell immer wieder, teilweise gebe es auch innerhalb eines Tages größere Preissprünge, sagt er. Vorhersagen über die Preisentwicklung könnten derzeit kaum gemacht werden. Diejenigen, die im Moment für länger als ein halbes Jahr Vorräte haben, sollen abwarten und die Preise regelmäßig beobachten, rät er. Jenen mit weniger Vorräten empfiehlt er, zunächst kleine Mengen zu kaufen, zum Beispiel 1.000 bis 1.500 Liter. Aktuell betragen die Lieferzeiten zwischen zwei und drei Wochen. Zum Winter hin rechne er jedoch mit längeren Wartezeiten, so Wacker weiter.
Ölpreis auf dem Weltmarkt hoch Fakeshops, Preise, Zeitpunkt: Was Heizöl-Kunden jetzt wissen sollten
Der Ölpreis ist momentan sehr hoch. Die Verbraucher sind verunsichert. Lohnt es sich jetzt, Heizöl zu bestellen? Und wenn ja - wieviel? Wie seriös sind günstige Anbieter?
Preise sind gerade unberechenbar
Nicht nur Wacker, auch Tom Streckert, Geschäftsführer von EDi Energie-Direkt Hohenlohe, rät Kundinnen und Kunden, jetzt zu kaufen, auch wenn es schmerzt: Der Markt sei gerade unberechenbar. Wer warte, müsse auch mit dem Risiko leben, dass später zu viele Haushalte gleichzeitig beliefert werden wollten.
Keiner kann uns voraussagen, wie der Winter wird.
Auch Preise zu vergleichen, helfe natürlich, die billigsten Angebote zu finden. Zu warten, ist laut Streckert und Wacker keine sinnvolle Lösung, sondern vor allem unsicher:
Diese Amazon-Mentalität 'Heute bestell ich, morgen ist es da' - das funktioniert mit meinem Kugelschreiber, aber Heizöl ist dann doch etwas komplexer.
Darum sind die Heizöl-Preise so teuer
Die hohen Preise aktuell sind spürbar, sagt Streckert, gerade bestelle einfach niemand. Nicht nur internationale Krisen wie der Nahostkonflikt und der Krieg in der Ukraine treiben laut Streckert den Preis in die Höhe. Auch das Niedrigwasser der Flüsse ist für Heilbronn-Franken ein entscheidender Faktor, denn auf diesem Weg wird das Öl nach Süddeutschland gebracht. Zudem dürfe wegen des Lärmschutzes nur zu manchen Zeiten geliefert werden.