Der Hohenlohekreis wollte mit dem sogenannten Hitzetelefon vor allem ältere Menschen bei hohen Temperaturen unterstützen. Es wurde bereits 2024 eingeführt. Wer sich anmeldet, erhält an heißen Tagen vormittags einen Anruf mit Tipps zum Umgang mit der Hitze. Doch der Service wurde in diesem Sommer kaum genutzt: Nur zwei Menschen hätten sich registrieren lassen, teilte das Landratsamt mit. Das liege vor allem an einem Grund.
Wenig Interesse am Hitze-Service: Betrug befürchtet?
Als Hauptgrund für das geringe Interesse nennt die Behörde die Angst vor Telefonbetrug - inbesondere vor Schockanrufen und Enkeltricks. Viele Menschen scheuen sich deshalb, ihre Daten weiterzugeben. Für den Service waren im Hohenlohekreis regulär bis zu 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer eingeplant.
Nicht nur im Hohenlohekreis stößt das Angebot auf Zurückhaltung: Auch in Würzburg (Bayern), wo die Stadt Flyer verteilt, 10.000 Aufkleber gedruckt und zwölf Berater geschult hat, meldeten sich laut Medienberichten nur 20 Menschen an - zwar mehr als im Hohenlohekreis, aber weit weniger als erhofft.
Gesundheitsamt des Hohenlohekreises will Vertrauen stärken
Um das Vertrauen der älteren Bevölkerung zu stärken, will das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises künftig noch stärker auf Transparenz setzen. In unverbindlichen Erstgesprächen werden Interessierte ausführlich über das Angebot informiert und erhalten nach der Anmeldung den Namen sowie die Telefonnummer ihrer persönlichen Kontaktperson aus dem Hitzetelefon-Team.
Außerdem wird betont, dass die Daten der Teilnehmenden erst nach ausdrücklicher Zustimmung weitergegeben werden. Durch offizielle Flyer, einheitliches Design und das Logo des Landratsamts soll zusätzlich Seriosität vermittelt werden. Das teilte das Gesundheitsamt auf SWR-Anfrage mit. In Zukunft rechne man deshalb mit einer höheren Nachfrage.