Bürger sollen Vorfälle melden

Heilbronn: Härteres Durchgreifen gegen Raser und Autoposer

Zu laut, zu schnell, zu viel Show - was für einige der große Auftritt auf vier Rädern ist, raubt anderen den letzten Nerv. Die Behörden wollen die Autoposer jetzt ausbremsen.

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Stand

Die Stadt Heilbronn will aufgemotzten Fahrzeugen entschlossener entgegentreten: Geplant sind verstärkte Kontrollen, eine engere Zusammenarbeit von Polizei und Ordnungsamt - und auch die Hilfe von Bürgerinnen und Bürgern.

"Vor allem in den Abendstunden, wenn der Verkehr nachlässt, entsteht Raum für ein solches Fahrverhalten", sagt Sprecherin Claudia Küpper dem SWR. Besonders in den Sommermonaten verwandeln sich Teile der Innenstadt in eine Bühne für Autoposer und zugleich in eine Belastungsprobe für Anwohnerinnen und Anwohner.

Geplagte Anwohner berichten von Gefahren und Unfällen

"Jedes Wochenende rasen die wie die Weltmeister - das geht bis morgens um vier oder fünf", berichtet Anwohner Bernd Schwenk in der SWR-Blitzumfrage. "Wir hatten hier schon zwei Unfälle", klagt ein weiterer Anwohner und ergänzt: "Beim Driften in Ellhofen - und hier am Südbahnhof wurde sogar schon einmal ein Kind angefahren." Auch Anneliese Hofmann zeigt kein Verständnis für das rücksichtslose Verhalten der Autoposer: "Denen gehört allen der Führerschein entzogen!"

Die Problematik beschränkt sich nicht nur auf die Stadt. "Die Leute heizen und rasen - selbst bei uns auf dem Dorf hört man nachts, wie die Reifen quietschen und gedriftet wird. Das ist ganz schlimm", sagt Familienvater Matthias Baalmann und fügt frustriert hinzu: "Leider macht die Polizei nichts."

Ordnungsamt und Polizei verschärfen Maßnahmen

Das Ordnungsamt der Stadt hat nun angekündigt, gemeinsam mit der Polizei verstärkt gegen Raser und Poser vorzugehen. Die Botschaft ist klar: Wer zu laut, zu schnell oder mit illegal umgebautem Fahrzeug unterwegs ist, soll künftig die Konsequenzen zu spüren bekommen.

Wir intensivieren die Überwachung an kritischen Standorten.

Geplant sind regelmäßige Streifen, mobile Kontrollstellen und gezielte Überwachungen an bekannten Treffpunkten. Besonderes Augenmerk gilt dem neuen Stadtquartier Neckarbogen sowie der Allee. Orte, die sich nach Einschätzung der Behörden als zentrale Treffpunkte der Szene entwickelt haben. Dort wird die Polizei Präsenz vermehrt zeigen und wenn nötig Platzverweise aussprechen.

Anwohner sollen Raser und Poser melden

Dabei hoffen die Beamten auch auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger: Per Mail können die bereits jetzt Vorfälle melden, in Zukunft soll es auch auf der städtischen Website eine spezielle Rasermelder-Rubrik geben. Es ist nicht das erste Mal, dass auf die Hilfe der Öffentlichkeit gesetzt wird:

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