Seit Anfang September wird der Marktplatz in Heilbronn von Kameras überwacht. Bisher scheint das neue System den gewünschten Effekt zu bringen: Einsatzkräfte könnten noch schneller und noch gezielter eingreifen, heißt es von der Heilbronner Polizei auf SWR-Anfrage.
Videoüberwachung funktioniert wie geplant: Polizei zieht positive Bilanz
Es sei noch keine belastbare Bilanz, erklärt ein Sprecher. Dafür sei es noch zu früh. Allerdings zieht er ein positives Fazit: "Die Videoüberwachung unterstützt die Polizei bei der Früherkennung und schnellen Intervention, wodurch Situationen entschärft und Straftaten teils verhindert werden konnten."
Ohnehin ist die Polizei am Kriminalitäts-Hotspot Marktplatz schon verstärkt auf Streife. Doch die Erkenntnisse, die durch die Kameras gewonnen werden, helfen. So könnten die Beamten noch schneller eingreifen und auch Straftaten verhindern.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass der Einsatz der Videoüberwachung im Bereich des Heilbronner Marktplatzes positive Effekte zeigt.
Von Einschränkungen bis Kosten Videoüberwachung in Heilbronn: So wird sie sich bemerkbar machen
Die Videoüberwachung auf dem Marktplatz in Heilbronn ist da - was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger? Wie genau geht die Polizei dabei vor? Antworten auf drängende Fragen.
Dank Videoüberwachung: Drogendealer geschnappt und Straftat verhindert
Es gibt auch Beispiele: Erst in der vergangenen Woche beobachtete ein Beamter, wie drei junge Männer im Bereich der Kilianskirche Böller zündeten. Eine Polizeistreife traf einen der Beteiligten wenig später an und kontrollierte ihn. Gegen den Mann wird jetzt wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Anfang September, keine Woche nachdem die Kameras angeschaltet wurden, konnte die Polizei einen Drogendealer festnehmen. Der Mann hatte zuvor einen Platzverweis kassiert, wurde aber wenig später auf den Kameras wiedererkannt. Bei der anschließenden Kontrolle wurde dann Marihuana bei ihm gefunden. Der Polizei zufolge soll das für den Verkauf bestimmt gewesen sein.
Ende September soll dann eine Straftat verhindert worden sein. Auf den Bildschirmen war eine brenzlige Situation zu sehen. Ein Mann und eine Frau stritten. Es bestand der Verdacht, dass der Streit in eine Handgreiflichkeit eskalieren könnte. Die Beamten vor Ort konnten durch den Hinweis schnell eingreifen. Sie entschärften die Situation und konnten so eine mögliche Körperverletzung verhindern.
Unklar ist den Beamten zufolge aber noch, ob sich der Kriminalitäts-Hotspot bereits woanders hin verlagert hat.