Viele Social-Media-Reaktionen

18 Jahre nach Mord an Michèle Kiesewetter: SWR-Doku bewegt Menschen in Heilbronn

Fast zwei Jahrzehnte sind vergangen. Doch der Mord an Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn bewegt die Menschen noch immer. Das zeigen Reaktionen auf die aktuelle SWR-Doku.

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Von Autor/in Ulrike Schirmer

Der Mord an Michèle Kiesewetter hat 2007 ganz Deutschland erschüttert. Eine Tat, die bis heute vor allem auch die Stadt Heilbronn geprägt hat: Auf der Theresienwiese wurde die junge Polizistin damals mitten am Tag erschossen. Ihr Kollege wird lebensgefährlich verletzt. Die neue SWR-Dokumentation "Warum starb Michèle Kiesewetter?" beleuchtet nicht nur die Hintergründe des Falls. Die Doku zeigt auch, wie sehr sich selbst die jüngere Generation noch immer an den Tag erinnert.

SWR-Doku zeigt: Manche Geschichten lassen sich nicht vergessen

Viele Social-Media-Userinnen und -User sind 2007 noch gar nicht geboren. Andere waren damals noch Kinder. Und dennoch bewegt sie der Mord an Michèle Kiesewetter. Auf dem Instagram-Kanal dasding.heilbronn kam es nach der Ausstrahlung der SWR-Doku und einem Post dazu beispielsweise zu überraschend lebendigen Diskussionen.

Ich erinnere mich noch. Ich war sechs Jahre alt und die ganze Stadt war einfach komplett zu. Nichts ist mehr rein- oder rausgegangen.

Viele können sich noch erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Sie berichten vom frisch zubereiteten Salat, der in der Soße lätschig wurde. Der Grund: Die Mutter konnte aufgrund der abgeriegelten Stadt einfach nicht wie erwartet nach Hause kommen. Andere rätseln über die vielen Ungereimtheiten in dem Fall oder fragen sich: Warum wollte der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) überhaupt an die Dienstwaffen der beiden Polizisten gelangen?

Die Resonanz zu diesem Post und auf anderen Social-Media-Kanälen zeigt: Der Fall bleibt aktuell. Die Menschen beschäftigen sich auch Jahre danach noch intensiv mit den Ereignissen. Sie diskutieren Motive und hinterfragen die Rolle von Behörden.

Social-Media-Beitrag auf Instagram

Mord an Michèle Kiesewetter: Ungewöhnlich hohe Klickzahlen nach Post

Bis Freitagmorgen wurde das dort geteilte Video über 100.000 Mal aufgerufen. Außerdem mehr als 900 Mal geteilt: "Das sind Zahlen, die für den erst neu ins Leben gerufenen Kanal schon außergewöhnlich sind", erklärt die betreuende Redakteurin Leonie Kühn. Vor allem deshalb sei es ungewöhnlich, weil es sich um ein recht schweres Thema handelt.

"Hab gestern den Film gesehen. Absoluter Wahnsinn", schreibt ein User. Der nächste kommentiert: "Bekomme Gänsehaut."

Trotz des erneuten öffentlichen Interesses gibt es bisher keine neuen Hinweise: Die Polizei Heilbronn teilte auf SWR-Anfrage mit, dass im Zuge der Doku "leider keine neuen, sachdienlichen Hinweise eingegangen" seien.

Die SWR-Doku "Warum starb Michèle Kiesewetter?" ist in der ARD Mediathek verfügbar.

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Die Polizistin Michèle Kiesewetter wird 2007 in Heilbronn erschossen. Trotz langer Ermittlungen bleiben viele Fragen. Die neue SWR-Doku geht auf Spurensuche und prüft Indizien. 

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