Seit 23 Jahren im Gespräch

Verschleppung beim A6-Ausbau? Verkehrsministerium wehrt sich

Der A6-Ausbau zwischen Weinsberg und Crailsheim ist nicht zum Bau freigegeben. Das Verkehrsministerium in Stuttgart wehrt sich gegen Vorwürfe, die Planungen verschleppt zu haben.

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Von Autor/in Leonie Kühn

Der Hohenloher Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten (CDU) wirft dem baden-württembergischen Verkehrsministerium Verschleppung beim Ausbau der Autobahn A6 vor. Sonst könnten bereits heute die Bagger rollen, teilte er mit.

Das baden-württembergische Verkehrsministerium dagegen wehrt sich gegen den Vorwurf: Seit nahezu fünf Jahren habe der Bund die Autobahn-Planung neu organisiert. Sprich: So lange schon sei es nicht mehr zuständig.

"Projekt war fast fertig geplant"

Das Projekt sei vor fünf Jahren fast fertig geplant gewesen und könnte sicher längst gebaut werden, so das Ministerium weiter. Es sei zurückgeworfen worden, nachdem der Bund die Gründung der Autobahngesellschaft beschlossen hat, die jetzt zuständig ist.

Seit 23 Jahren im Gespräch: Streit um den A6-Ausbau zwischen Weinsberg und Crailsheim

Von Stetten dagegen pocht darauf: Seit 23 Jahren sei der Ausbau im Gespräch. Jahrelang habe die Landesregierung den Schwerpunkt auf Straßensanierung gelegt, statt auf Neubau. Und deshalb sei die Planung noch nicht fertig.

Fakt ist: Gestern hat das Bundesverkehrsministerium 23 Autobahnabschnitte und Bundesstraßen in Deutschland zum Bau freigegeben. Da der A6-Ausbau nach wie vor nicht baureif ist, ist er nicht darunter.

Gegenwind auch von Hohenloher Bündnis: Sie wollen A6-Ausbau verhindern

Im Hohenlohekreis hat sich inzwischen ein Bündnis gegen den Ausbau formiert. Darunter sind der Verkehrsclub Deutschland, der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Sie fordern, die A6 aus Umweltschutzgründen nur zu sanieren.

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