Vorsorge bei Städten und Gemeinden läuft unterschiedlich

Stromausfall und andere Krisen: So bereitet sich Wertheim auf den Notfall vor

Ob Krieg, Unwetter oder Terror - ein flächendeckender Stromausfall könnte folgen. Doch wie warnt eine Stadt dann die Bevölkerung und organisiert Hilfe? Wertheim hat nun einen Plan.

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Für einen flächendeckenden Stromausfall wie in Berlin oder Szenarien wie im Ukraine-Krieg will auch die Stadt Wertheim (Main-Tauber-Kreis) sich vorbereiten. Die Stadtverwaltung hat nun festgelegt, wo sich Bürger in Notlagen versammeln können und Einsatzkräfte mit Treibstoff versorgt werden. Dafür soll eine Tankstelle verpflichtet werden.

Wertheim hat im Notfall einen Plan

Angenommen der Strom fällt aus, dann kann die Stadt jetzt mit einem eigenen Notstromaggregat beispielsweise das Rathaus mit Strom versorgen. Allein das kostet die Stadt über 100.000 Euro - ist aber nötig, damit die Krisenstäbe arbeiten können, teilt die Kommune mit. Im Krisenfall können Bürger zu bestimmten Orten, wie der Tiefgarage links der Tauber oder anderen festgelegten Hallen kommen. Dort gibt es Erste Hilfe, Informationen und man kann sich aufwärmen.

Über die Notlage informiert in Wertheim zukünftig keine Sirene mehr. Sie seien veraltet und sollen demnächst abgebaut werden. Stattdessen bekommen Bürgerinnen und Bürger direkt eine Nachricht auf das Handy. Dafür muss das Gerät empfangsbereit sein und nicht zu veraltet.

Jede Stadt und Gemeinde muss selbst Notfallpläne entwickeln

Das Land gibt zwar konkrete Handlungsempfehlungen, doch auf welche Technik gesetzt wird, entscheidet jede Kommune selbst. Eppingen (Landkreis Heilbronn) setzt zum Beispiel weiterhin auf Sirenen und hat ebenfalls schon Notfalltreffpunkte definiert. Bei einer Katastrophenübung 2025 zeigte sich zudem, wo noch nachgebessert werden kann.

Die Landesregierung unterstützt mit Notfallsets, mit denen die Notfalltreffpunkte ausgestattet werden sollen. Darin enthalten sind unter anderem ein Erste-Hilfe-Kasten, Scheinwerfer und zwei Notstromaggregate. Diese Sets wurden laut des baden-württembergischen Innenministeriums schon zu Hunderten versendet und werden weiterhin von Kommunen bestellt. Zukünftig sollen alle Notfalltreffpunkte auf einer Karte aufgeführt werden.

So sorgt man selbst für den Ernstfall vor

Der Oberbürgermeister der Stadt Wertheim, Markus Herrera Torrez (SPD), betont, jeder müsse selbst aktiv werden und sich informieren. Wertheim hat dafür Informationen auf der eigenen Webseite. Sinnvoll ist es zum Beispiel, ein batteriebetriebenes Radio, Taschenlampen, Wasser, Essen und Bargeld zurechtzulegen. "Am Ende", so Herrera Torrez, "landen wir auch bei diesem Thema ganz stark bei der Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger."

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