Eine Sprühfontäne soll in der Silvesternacht die Brandkatastrophe in einer Bar im Schweizer Wintersportort Crans-Montana ausgelöst haben. Als Reaktion darauf gibt es im Heilbronner Winterdorf jetzt keine Sprühfontänen mehr, wenn zum Beispiel Champagner bestellt wird. Das erklärte Mitorganisator Thomas Aurich dem SWR. Laut ihm kommt das Verbot allein schon aus Gründen der Pietät. In Zukunft soll es ungefährliche LED-Lösungen geben.
Hohe Brandschutzauflagen in Deutschland
Im Gegensatz zu der Bar in Crans-Montana gebe es in der Neckaralm und der Kiliansalm beim Heilbronner Winterdorf deutlich höhere Decken, so Aurich. Dazu seien diese auch vom TÜV abgenommen und es gebe auch extra einen Brandschutzanstrich. Zuletzt wurde das Winterdorf auch extra von einem externen Sachverständigen überprüft, berichtet Aurich weiter.
Im Fall eines kompletten Stromausfalls geht im Winterdorf außerdem automatisch eine Notbeleuchtung an. Dazu gibt es drei Notausgänge mit einer Breite von 1,20 Meter.
Das Thema Brandschutz sei Aurich sehr wichtig. Vor allem ein Brand in Heilbronn sei ihm im Hinterkopf geblieben - der in der Trampoline. "Alles brannte in Minuten ab", sagte Aurich. Bei dem Feuer 2011 in dem Kinderfreizeitpark entstand ein Schaden von 2,5 Millionen Euro. Verletzte gab es keine.
Nach Crans-Montana: Ersatz für Sprühfontänen im Winterdorf
Für die Zukunft denkt Aurich über ungefährliche LED-Lösungen nach, statt der Sprühfontänen. Erste Muster hat er am Dienstag bestellt. Bis es aber eine Entscheidung gibt und der Ersatz zum Einsatz kommt, wird es noch bis zur nächsten Saison im Winterdorf dauern.