Vereine kritisieren sich gegenseitig

Derby zwischen KSC und FCK: Sechs Verletzte nach Zusammenstößen zwischen Fans

Nach dem Zweitliga-Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Kaiserslautern kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans. Mehrere Menschen sind dabei verletzt worden.

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Von Autor/in Rebekka Plies, Sven Huck

Etwa eine Viertelstunde nach Abpfiff des Spiels war es auf der Tribüne des Wildparks zum Zusammenstoß zwischen Karlsruher Fans und Anhängern von Kaiserslautern gekommen. Vom Jubel über den Derbysieg fühlten sich einige KSC-Fans provoziert und versuchten Richtung Gästeblock zu gelangen. Es kam zu Schlägereien. Durch das Einschreiten von Polizei und Ordnern konnten größere Ausschreitungen zwischen den noch 300 verbliebenen Gästefans und den heranströmenden Heimfans verhindert werden.

Wildparkstadion: Sechs Verletzte nach Zusammenstößen zwischen FCK- und KSC-Fans

Laut Polizei sind Ordnungsdienst-Mitarbeiter verletzt worden. Sie waren offenbar ins Kreuzfeuer beider Fanlager geraten. Insgesamt gebe es sechs Verletzte. Ein Polizist wurde den Angaben nach leicht verletzt, von fünf verletzten Ordern, trugen zwei Menschen schwere Verletzungen davon, wie Gehirnerschütterung und Schulterverletzungen.

Außerdem sei es zu Straftaten wie Sachbeschädigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzungen gekommen, so Franz Henke, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe gegenüber dem SWR. In diesem Zusammenhang hat es mehrere Festnahmen gegeben. Die Anzahl ist weiter unklar. Zur Aufklärung der Vorfälle wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Ausschreitungen zwischen KSC und FCK-Fans
Lautstark meldeten sich die Fans während der hitzigen Partie von den Rängen

KSC verurteilt Vorfälle

Der Karlsruher SC hat am Sonntag eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin heißt es: Der KSC verurteile jede Form von Gewalt und Aggression rund um das Stadion klar und ohne Wenn und Aber. "Wir bedauern zutiefst, dass es zu diesen Vorfällen gekommen ist", wird KSC-Geschäftsführer Michael Becker zitiert. Er wünsche allen verletzten Personen gute Besserung. Der Karlsruher SC will jetzt nach eigenen Angaben mit der Fanbetreuung, dem Ordnungsdienst und den Sicherheitsbehörden eine detailliere Aufarbeitung einleiten.

Becker betonte auch: das Ordnungspersonal, die Polizei sowie auch der Stadionsprecher hätten unmittelbar und angemessen deeskalierend eingegriffen. Der Stadionsprecher habe sich an beide Fanlager gewandt und zur Besonnenheit aufgefordert. "Dabei hat er wiederholt und konsequent an Fairness und Gewaltfreiheit appelliert. Zudem ermahnte er die Fans beider Lager, im Block zu bleiben und nicht weiter zu provozieren." Deshalb sei der KSC irritiert über ein Statement des 1. FC Kaiserslautern. 

Kritik vom FCK

Der FCK verurteilte die Vorkommnisse in einer Stellungnahme. Jegliche Form von Gewalt, egal ob physischer oder psychischer Natur, habe im Stadion nichts zu suchen und sei nicht zu tolerieren, hieß es darin. Kritisiert wird aber auch der Karlsruher Stadionsprecher. "Mehr als unglücklich waren dabei nach Ansicht des FCK auch die Aussagen des Karlsruher Stadionsprechers, der die Situation weiter anheizte, statt diese zu deeskalieren", steht in der Stellungnahme. Zudem sei die Polizei "deutlich zu spät" eingeschritten.

KSC vs. FCK: Keine Vorkommnisse vor und während des Spiels

Vor der brisanten Partie zwischen den beiden Zweitligisten war die Anreise laut Polizei ruhig. Alles sei in geordneten Bahnen verlaufen, so ein Polizeisprecher. Auch während der eigentlichen Partie habe es keine Störungen gegeben, erst nach dem Spiel. Die Polizei und der KSC hatten im Vorfeld des Derby an die als verfeindet geltenden Lager appelliert für einen friedlichen Ablauf zu sorgen.

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Starke Polizeipräsenz rund um brisantes Südwestderby

Die Polizei hatte angekündigt mit einer großen Zahl an Einsatzkräften für die Sicherheit der Stadiongäste beider Vereine sorgen zu wollen.

Polizisten vor dem Karlsruher Wildparkstadion
Polizisten vor dem Karlsruher Wildparkstadion vor Beginn des Südwestderbys

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Rebekka Plies
SWR-Reporterin Rebekka Plies
Sven Huck
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