Die Bevölkerung im Kreis Rastatt ist weniger mit der Chemikalie Perfluoroctansäure (PFOA) belastet als noch vor wenigen Jahren. Das hat das baden-württembergische Umweltministerium mitgeteilt.
Blutuntersuchungen bei 250 Personen
Nach der im Jahr 2013 bekannt gewordenen PFAS-Belastung des Trinkwassers im Kreis Rastatt gab es bis zum Jahr 2023 insgesamt drei Blutkontrolluntersuchungen. Insgesamt wurden bei 250 zufällig ausgewählten Personen Blut entnommen. Die Belastung mit der besonders gesundheitsschädlichen Chemikalie PFOA ging in diesen Jahren um rund die Hälfte zurück, heißt es aus dem Ministerium.
BW-Gesundheitsminister: Maßnahmen waren wirksam
Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) führt das gute Ergebnis darauf zurück, dass die Maßnahmen der Wasserversorger wirksam waren. Die Stadtwerke Rastatt hatten in den vergangenen Jahren für viel Geld Filteranlagen in den Wasserwerken installiert.
Der Minister zeigte sich zuversichtlich über die Blutergebnisse. "Das spricht dafür, dass keine relevante Anreicherung mehr stattfindet und die Maßnahmen der Trinkwasserversorger wirksam waren", so Lucha." Mittel- bis langfristig sei mit einer weiteren Abnahme der PFOA-Belastung zu rechnen. Die Giftstoffe kamen vermutlich über das Trinkwasser in den menschlichen Körper.
Chemikalie steht im Verdacht, krebserregend zu sein
Die giftige Chemikalie PFAS kam bereits vor Jahren auf Äcker in der Region, vermutlich durch mit Klärschlämmen aus der Papierindustrie verunreinigten Kompost. Von dort aus sickerten die Giftstoffe dann bis ins Grundwasser.