24-jähriger Bär eingeschläfert

Zoo Karlsruhe: Eisbär Kap ist gestorben

Das Eisbärmännchen Kap aus dem Karlsruher Zoo ist tot. Der Gesundheitszustand hatte sich deutlich verschlechtert. Nun musste er eingeschläfert werden.

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Seit Wochen war der Gesundheitszustand von Eisbär Kap im Karlsruher Zoo Thema. Zuletzt hatte sich die körperliche Verfassung des Eisbärenmännchens deutlich verschlechtert. Nun wurde er am Mittwoch eingeschläfert.

Karlsruhe: 24 Jahre alter Eisbär Kap war Teil eines Zuchtprogramms

Mit seinen 24 Jahren war Kap der älteste männliche Eisbär im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Er ist unter anderem der Vater des Karlsruher Eisbärenjungen Mika.

In den vergangenen Tagen ging es Kap laut Karlsruher Zoo deutlich schlechter. Er konnte demnach nicht mehr richtig laufen und hielt den Kopf in einer Art Schonhaltung. Während einer weiteren Untersuchung wurde festgestellt, dass Leber und Galle Veränderungen aufwiesen. Er wurde von den Zooärzten eingeschläfert.

Eisbärenkörper soll untersucht werden

Der Körper des Tieres soll jetzt in der Pathologie untersucht werden. Eine Sektion wird bei solchen Zootieren generell gemacht, man erhoffe sich dadurch mehr Klarheit, so Zooarzt Marco Roller.

Eisbär Kap
Der 24 Jahre alte Eisbär Kap wurde im Karlsruher Zoo am Mittwochmorgen eingeschläfert.

Vor rund acht Wochen hatte sich Kaps Allgemeinzustand von einem Tag auf den anderen verändert. Die Untersuchung damals brachte dem Zoo zufolge jedoch keinen klaren Befund zur Ursache. Zwischendurch ging es Kap auch wieder besser, bevor eine erneute Verschlechterung auftrat.

Eisbär Kap kam von Moskau nach Karlsruhe

Kap kam als junger Bär 2001 von Moskau nach Karlsruhe. Er zog allerdings 2004 in den Tierpark Neumünster e. V. um und kehrte erst viele Jahre später ins Badische zurück. Kap galt als einer der genetisch wertvollsten Bären im EEP und konnte sich bereits 2022 in Hagenbeck - Tierpark und Tropen-Aquarium - fortpflanzen. Am 19. Dezember 2022 wurde in Hamburg der weibliche Eisbär Anouk geboren.

Gerne hätten wir Kap noch mal ermöglicht, seine Gene weiterzugeben. Wir hatten auch immer darauf gehofft, dass er trotz seines Alters noch einige Zeit bei uns hat. Jetzt sind wir einfach sehr traurig über den Verlust dieses charismatischen Bären.

Nach seiner Rückkehr nach Karlsruhe wurde das Eisbärenweibchen Nuka trächtig. Dieses brachte am 2. November vergangenen Jahres zwei Jungtiere zur Welt, von denen eines überlebte: Mika wuchs seitdem zu einem stattlichen Jungtier heran.

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