Der Asphalt der Start- und Landebahn flimmert in der Nachmittagshitze. Tobias Leppert ist gleich wieder im Einsatz. Die nächste Maschine setzt zum Landeanflug an. Dann heißt es für den 36-Jährigen Gas geben. Das Gepäck der ankommenden Passagiere muss zügig raus dem Flugzeug, die Koffer für den nächsten Flug rein. Und das bei Temperaturen deutlich über 30 Grad.
Flughafen FKB: Schwitzen unter Zeitdruck
Die Hitze macht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) zu schaffen. Auf dem Rollfeld und im Bereich der Abfertigung gibt es keinen Schatten. Temperaturen von 32, 33 Grad - das fühle sich auf dem aufgeheizten Asphalt wie 45 Grad an, sagt Tobias Leppert. Zumal die Flugzeuge auch noch Wärme abstrahlen.
Man wünscht sich einfach eine kalte Dusche von oben!
Leppert arbeitet in der Abfertigung. Mit seinen kurz geschorenen Haaren, der verspiegelten Sonnenbrille und den muskulösen Oberarmen könnte er auch gut in einem Action-Flugzeug-Film mitspielen. Aber Action hat der Flughafen-Mitarbeiter in seinem Berufsalltag genug. Nur knapp 30 Minuten Zeit haben er und seine Kollegen, um eine Maschine wieder "umzudrehen". Das bedeutet: Passagiere aus- und einsteigen lassen, betanken und Gepäck be- und entladen. Und das in der prallen Sonne.
Flughafen-Mitarbeiter bereitet sich auf Hitze vor
Heute ist Tobias Leppert in der Schicht ab 14 Uhr eingeteilt. Egal ob die Flüge aus Trapani, London oder Palma kommen - die Mitarbeiter der Abfertigung sind zur Stelle. Mal weist Leppert ein Flugzeug ein, mal hilft er Passagieren beim Einsteigen oder trägt in einer Hand einen Kinderwagen durch die Gegend. Genug Trinken sei auf jeden Fall wichtig, betont der 36-Jährige: "Da fließen auch mal gut drei, vier Liter in einer Schicht." Außerdem creme er sich mehrfach mit Sonnencreme ein - "zwei, drei Mal pro Schicht".
Viele Passagiere sind in Gedanken schon im Urlaub oder schwelgen noch in den Erinnerungen ihrer Reise. Wenn jemand trotzdem bemerkt, was Leppert und seine Kollegen da leisten, umso besser: "Über ein kleines Dankeschön freut man sich immer - und das kommt auch vor", sagt der Flughafen-Mitarbeiter.