Wegen mangelhaft besetzter Reisegepäckkontrollanlagen hatten nach Mitteilung des baden-württembergischen Verkehrsministeriums rund 700 Fluggäste am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen holprigen Start oder verpassten ihren Flug ganz. Das soll sich nun ändern: Das Land stellt kurzfristig 2,4 Millionen Euro bereit.
Ich bin überzeugt, dass die Überlastungen am Flughafen FKB über eine wirksame Flughafenkoordinierung behoben werden können.
Mit dem Geld sollen zwei zusätzliche Kontrollspuren in der Flughafenhalle eingerichtet und entsprechende technische Geräte wie modernste Kontrollanlagen angeschafft werden. Außerdem soll zusätzliches Personal bereitgestellt werden. Das Geld vom Ministerium ist allerdings nur eine Art Vorschuss. Letzten Endes werden die Investitionen über die Luftsicherheitsgebühr refinanziert. Die Rechnung zahlt also am Ende der Flugreisende.
Bis die Pläne greifen, wird ein halbes Jahr vergehen
Auch ein Pool von Kontrollkräften sei in Planung, so das Ministerium in einer Pressemitteilung. Durch eine Reserve an Personalkräften sollen künftig krankheitsbedingte Engpässe an den Kontrollspuren abgefedert werden. So soll bei Ausfällen von Mitarbeitern kurzfristig Personal bereitgestellt werden können. Bis in etwa sechs Monaten sollen die Pläne umgesetzt werden, hieß es weiter.
ver.di: "Baden Airpark auf dem richtigen Weg"
Die Gewerkschaft ver.di begrüßt die vom Land angestoßenen Maßnahmen. "Damit werden zumindest die Weichen gestellt, um die permanente Überlastung des Sicherheitspersonals zu beenden und die Situation für die Fluggäste zu verbessern", heißt es in einer Mitteilung. Allerdings betont ver.di, dass man nach etwa einem halben Jahr auch den Erfolg der neuen Maßnahmen prüfen sollte, um gegebenenfalls nachzubessern.