Es ist die Nacht vor Freitag, dem 13. Februar 2026. Mit einer kleinen Gruppe machen wir uns auf den Weg zum Kellerskreuz im Wald bei Baden-Baden. Der Ort gilt als verflucht - schließlich soll dort vor über 500 Jahren ein Ritter von einer mysteriösen Frau seines Lebens beraubt worden sein. Alles nur Aberglaube, oder umgibt den Ort tatsächlich etwas Unheimliches?
Um nachts das Kellerskreuz zu besuchen, braucht es etwas Mut. Jedes Geräusch, jede Bewegung im Wald jagt den Besucherinnen und Besuchern Schauer über den Rücken. Haben Geister ihre Finger im Spiel? Keiner weiß es so genau.
Mit dabei ist Buchautor und Filmemacher Eric Hordes aus Baden-Baden. Er hat ein Buch über die Sagenwelt Badens geschrieben und führt uns zu dem verwunschenen Kellerskreuz. Schon auf dem etwa einen Kilometer langen Weg nachts durch den Wald wird es manchen in der Gruppe etwas mulmig. Im Dunkeln raschelt es, einer der Teilnehmer glaubt, einen Schrei gehört zu haben.
In der Nacht vom Freitag, den 13.: Teilnehmer und das Medium spüren Dinge
Madame Beatrice ist ein Medium und begleitet uns zum Kellerskreuz. Sie kann angeblich paranormale Dinge wahrnehmen. Am Kellerskreuz bleibt sie stehen. Sie verspürt ein Kribbeln und ein trauriges Gefühl, sagt sie. Andere Teilnehmer berichten, dass sie ein Zittern in den Beinen wahrnehmen.
Während Madame Beatrice mit einer Art Wünschelrute nach Wasseradern oder Erdstrahlen sucht, hat Eric Hordes ein elektrisches Gerät, das auf Elektro-Spannungen jeder Art reagiert und wild blinkt, wenn etwas nicht so ist, wie es in der Natur sein sollte.
Ritter Burkart Keller und die Sage vom Kellerskreuz
Eine alte badische Sage besagt, dass Ritter Burkart Keller einst auf Schloss Hohenbaden, der Residenz der Markgrafen von Baden, gedient haben soll. Seine Verlobte wohnte im benachbarten Kuppenheim, weshalb Ritter Burkart oft in der Nacht durch den Wald zu ihr wanderte. Bei einer dieser Touren begegnete ihm ein Phantom im Wald, heißt es.
Zurück im Schloss erklärte der Kastellan dem Ritter, dass an jener Stelle, an der er das Phantom sah, früher ein heidnischer Tempel gewesen sein soll. Burkart Keller ließ daraufhin am nächsten Tag an der Stelle graben. Gefunden wurde die Statue einer wunderschönen Frau.
Vom Bildnis der Frau fasziniert, soll der Ritter wieder in den Wald gegangen sein. In dieser Nacht sei die Statue zum Leben erwacht und der Ritter küsste sie. In dem Moment saugte sie ihm das Leben aus, so die Sage. An der Stelle des angeblichen Geschehens steht heute das Kellerskreuz.
Aberglaube - Unsinn oder echter Schrecken?
Der Aberglaube um das Unglück bringende Kellerskreuz ist ähnlich zu den Befürchtungen, die viele Menschen am Freitag, den 13. hegen. Die Liste an Dingen, die man an einem Freitag, den 13. nicht tun soll, da sie einem sonst Pech bringen, ist lang. Dass ausgerechnet die 13. bei uns als Unglückszahl gilt, hat seinen Ursprung hingegen in der Geschichte um Judas und seinen Verrat an Jesus.
Nicht überall auf der Welt ist es Freitag, der 13. der Unglück bringen soll. Weltweit gibt es ganz unterschiedliche Geschichten rund um Aberglaube und Unglückstage:
Aberglaube in aller Welt Freitag der 13. - Unglückstage und was dagegen hilft
Freitag, der 13. ist für einige in Deutschland ein Tag voller Aberglaube und Unglück. Das ist in manchen Ländern aber ganz anders.