Aberglaube in aller Welt

Freitag der 13. - Unglückstage und was dagegen hilft

Freitag, der 13. ist für einige in Deutschland ein Tag voller Aberglaube und Unglück. Das ist in manchen Ländern aber ganz anders. Wir haben uns auf eine Aberglauben-Reise rund um die Welt begeben.

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Stand

Aberglaube und Unglückstage in Schweden

Von Sophie Donges

Bitte keine Schlüssel auf den Tisch legen. Schlüssel standen lange Zeit für Reichtum und Kontrolle. Wer sie ablegt und nicht mehr bei sich trägt, gibt damit auch die Kontrolle und Verantwortung ab. Also immer in der Tasche lassen und höchstens auf einem Stuhl ablegen.

Aberglaube und Unglückstage in Tschechien und der Slowakei

Von Marianne Allweiss, Prag

Laut Umfragen sind dort die Menschen noch abergläubiger als in Deutschland. Wer Unglück abwehren will, klopft dreimal auf Holz oder den Kopf. Und damit der Geldbeutel nie leer wird, findet sich auch bei unserer Korrespondentin Marianne Allweiss dort eine Karpfenschuppe.

Freitag, der 13., in Tschechien und der Slowakei

Freitag, der 13., ist in Tschechien und der Slowakei eindeutig ein Unglückstag. Das heißt an diesem Tag: keine wichtigen Entscheidungen treffen. Auch Salz verschütten bringt Pech, genauso wie Spinnen zu töten oder das falsche Knopfloch zuzuknöpfen.

An diesem Tag sollte man keine Regenschirme im Haus aufspannen und Schwangere sollten nicht auf Beerdigungen gehen. Wer sich den Ellenbogen anschlägt oder an der Tischecke sitzen muss, bekommt Probleme mit der Schwiegermutter. Und wenn eine schwarze Katze den Weg kreuzt, muss man dreimal spucken, um das Schlimmste zu vermeiden.

Aberglaube und Unglückstage in Afrika

Von Karin Bensch, Nairobi

Ein ganz besonderer Aberglaube dreht sich um den Mugumo-Baum. Der Feigenbaum ist den Kikuyu in Kenia heilig. Sie glauben daran, wenn man siebenmal im Uhrzeigersinn um den Baum läuft, wechselt man sein Geschlecht. Das wollte unsere Korrespondentin Karin Bensch dann doch nicht ausprobieren.

Aberglaube und Unglückstage in Mexiko

Von Anne Demmer

Freitag, der 13., löst zumindest in Mexiko wenig Schrecken aus, dafür ist Dienstag, der 13., ein Tag, an dem man besser keine wichtigen Entscheidungen trifft.

Kommt nicht auf den Gedanken, als Neuankömmling eure Tasche einfach auf den Boden fallen zu lassen. Der Mexikaner weiß, jetzt geht das ganze Geld für immer verloren. Arm wird man auch, wenn man Salz verschüttet oder das Portemonnaie komplett leer ist. Darum sollte zumindest ein kleiner Schein immer drinbleiben.

In Mexiko gehören viele Feste und Rituale zum Alltag - aber auch der Aberglaube. Zeigt eine offene, liegengelassene Schere auf einen, bringt das Unglück. Legt man sie hingegen offen unter ein Blatt, schützt sie vor Unheil. Steht ein Besen im Haus, könnte das anzeigen, dass Besuch vertrieben werden soll. Kriegt man ihn über die Füße gewischt, wird es schwierig, jemals zu heiraten.

Aberglaube und Unglückstage in Argentinien

Von Anne Herrberg

Rothaarige haben es schwer in dem südamerikanischen Land - wer an ihnen vorbeiläuft, hat Unglück. Es sei denn, "Mann" fasst sich an den rechten Hoden oder "Frau" an die linke Brust. Dieselbe Geste schützt übrigens auch gegen den Namen "Menem". So hieß in den 1990er Jahren der Präsident Argentiniens. Mit seiner Politik trieb er am Ende seiner Amtszeit das Land in den bis dato größten Finanzcrash.

Aberglaube und Unglückstage in Indien

Von Franziska Amler aus Neu-Delhi

Besser nach Sonnenuntergang nicht mehr den Boden fegen. Damit kehrt man auch Reichtum und Glück gleich mit aus dem Haus. Haare und Nägel sollte man auch nie an einem Dienstag oder Samstag schneiden. Das bringt nur schlechtes Karma.

Schon ein einfacher Nieser, kurz bevor man das Haus verlässt, ist ein schlechtes Omen. Dann lieber nochmal kurz warten und ein Glas Wasser trinken. Oder man schickt gleich jemand anderen vor. Wer Milch verschüttet, darf auch gleich weinen - Milch gilt in Indien als Symbol für Reinheit und Wohlstand. Wem das Missgeschick passiert, kann mit Verlust und Streit im Haushalt rechnen.

Das sind nur ein paar Beispiele für Aberglaube in Indien - so kann hier an jedem Tag im Jahr ein potenzieller Unglückstag sein, nicht nur am Freitag, den 13. Die gute Nachricht: Zitronen mit Chilli-Schoten über der Haustür halten das Unglück fern.

Aberglaube und Unglückstage in Thailand

Von Eva Lamby-Schmitt aus Singapur

Schätzungen zufolge glauben 70 Prozent der Menschen in Thailand an gute und böse Geister. Damit Geister und Menschen friedlich miteinander leben können, werden auf den Grundstücken kleine Geisterhäuser aufgestellt, damit sie dort einen Platz zum Wohnen haben.

Für Glück und gutes Karma wird zum Beispiel ein Aal freigelassen. Das hilft bei Finanzgeschäften. Wer kleine Gobifische in die Freiheit entlässt, kann sich bald auf Nachwuchs freuen.

Aberglaube und Unglückstage in China

Von Benjamin Eyssel

Besonders bei Zahlen sind die Chinesen abergläubig. Die Zahl Acht steht für schnellen Reichtum. Das zeigt sich bei einer hohen Nachfrage nach Autokennzeichen oder Handynummern, die die Zahl Acht beinhalten. Wer Geld verschenkt, dann bitte auch ein Betrag mit möglichst vielen Achten.

Dagegen steht die Zahl Vier für den Tod und das Sterben. Daher haben viele Gebäude in China keinen 4. Stock. Nach dem 3. kommt also gleich der 5. Stock.

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