750 Einsätze pro Tag

Extreme Hitze: Außergewöhnliche Einsatzlage für Feuerwehr und Rettungskräfte

Die extreme Hitze hat im Raum Karlsruhe für deutlich mehr Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze gesorgt. Jetzt wurde eine sogenannte "Außergewöhnliche Einsatzlage" ausgerufen.

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Von Autor/in Hannah Radgen

Die anhaltende Hitzewelle hält die Region Karlsruhe auf Trab. Am Wochenende gab es deutlich mehr Einsätze als sonst an durchschnittlich warmen Sommertagen, so die Branddirektion der Stadt Karlsruhe. Feuerwehr, Rettungswägen und Notärzte arbeiteten ohne Pause.

"Außergewöhnliche Einsatzlage" bringt zusätzliche Unterstützung

Das Einsatzaufkommen ist enorm gestiegen, wie die Branddirektion meldete: Über 2.500 Notrufe und rund 750 Einsätze pro Tag habe man verzeichnet. Das seien fast doppelt so viele wie an normalen Sommertagen. Für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe wurde deshalb eine sogenannte "Außergewöhnliche Einsatzlage" festgestellt. Dadurch konnten zusätzliche Kräfte des Katastrophenschutzes eingesetzt werden. Auch Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter Unfallhilfe, der Malteser Hilfsdienst und ProMedic stellten zusätzliche Rettungsfahrzeuge und Personal bereit. Mit dieser zusätzlichen Unterstützung könnten alle Einsätze professionell abgearbeitet werden, so die Branddirektion.

Auch in Stuttgart wurde eine Außergewöhnliche Einsatzlage ausgerufen:

Hitze sorgt auch für besondere Einsätze

Es sei nicht nur zu mehreren Einsätzen in der Region gekommen, sondern die Hitzewelle habe zudem besondere Einsätze verursacht. An gleich drei verschiedenen Standorten mussten Einsatzkräfte wegen eines Gasaustrittes aus verschiedenen privaten Flüssiggasbehältern anrücken. In Weingarten kam es dabei zu einer kontrollierten Entlastung mit einer Notfackel. Zudem gab es eine Suchaktion nach vier vermissten Personen an einem Baggersee und mehrere Erste-Hilfe-Einsätze und Fehlalarme von Brandmeldeanlagen durch Hitze.

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Aufgrund der hohen Temperaturen sind am Sonntagnachmittag auch mehrere teils abgeerntete Getreidefelder bei Östringen (Kreis Karlsruhe) in Brand geraten. Laut Feuerwehr handelte es sich um eine Fläche von etwa 20.000 Quadratmetern. Die Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen der Flammen auf den 200 Meter entfernten Wald verhindern. Hilfreich sei die Unterstützung der Landwirte gewesen, die unter anderem mit Traktoren Schneisen in die Felder zogen, um die Ausbreitung des Feuers zu verhindern, sagte der Einsatzleiter. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt. Zur Brandursache ist noch nichts bekannt.

Bevölkerung solle auf Hitzeschutz achten

Die aktuelle Einsatzlage zeige, welche Auswirkungen anhaltende Hitze auf Menschen und Infrastruktur haben könne, so die Branddirektion. "Bereits solche 'regulären' Feuerwehreinsätze bedeuten für die Einsatzkräfte aufgrund der hohen Außentemperaturen und der persönlichen Schutzausrüstung eine außergewöhnliche körperliche Belastung." Die Einsatzkräfte appellierten daher an die Bevölkerung, entsprechende Empfehlungen zum Hitzeschutz zu beachten.

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