Aus einem Propangasbehälter in Weingarten (Landkreis Karlsruhe) ist am Samstag Gas ausgetreten. Etwa 20 Menschen in der direkten Nachbarschaft wurden nach Aussage der Feuerwehr evakuiert, verletzt wurde niemand. Im Landkreis Karlsruhe gab es am Samstag noch zwei weitere Einsätze wegen ausgetretenem Gas durch die hohen Temperaturen.
Hitze sorgte bei Tanks für Gasaustritt
Gegen 14 Uhr sei die Feuerwehr am Samstagmittag in Weingarten alarmiert worden, berichtet ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands Landkreis Karlsruhe. Ein Anwohner habe ein Zischen an seinem Gastank bemerkt und den Gasaustritt festgestellt.
Der Druck in dem Propangastank hätte sich durch die Hitze so stark erhöht, dass sich das Notventil des Tanks geöffnet hätte. Bei hohen Temperaturen sorgt bei derartigen Gasbehältern ein Ventil für einen Druckausgleich, bei dem Gas austritt, damit es zu keiner Explosion kommt. Das ausgetretene Gas stelle dann eine Gefahr dar, sobald sich Zündquellen wie zum Beispiel eine Zigarette, ein Grill, oder auch ein Lichtschalter in der Nähe befänden, so der Sprecher der Feuerwehr.
Großeinsatz: Gastank ließ sich nicht abkühlen
Zur Sicherheit evakuierten die Einsatzkräfte die direkten Nachbarhäuser. Rund 20 Menschen mussten so zeitweise ihre Häuser verlassen, während die Feuerwehr zuerst versuchte, den Gastank mit Wasser abzukühlen. "Wegen der sehr hohen Außentemperaturen hat sich der Tank aber immer wieder aufgewärmt", berichtet der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands.
Wir haben uns schließlich dafür entschieden, einen Teil des Inhalts über eine Armatur des Netzbetreibers kontrolliert abzufackeln.
Um die Gefahr durch das ausgetretene Gas zu bannen, musste das Gas kontrolliert auf der Straße abgebrannt werden. Obwohl er schon 50 Jahre bei der Feuerwehr sei, habe er so etwas noch nicht miterlebt, erzählt der Feuerwehrsprecher. Anschließend kam ein Gastankfahrzeug zum Einsatz, um weiteres Gas aus dem Tank zu entnehmen. Rund 90 Feuerwehrleute waren an dem Einsatz in Weingarten beteiligt. Auch die Polizei unterstützte die Maßnahmen.
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