Schienenersatzverkehr beendet

Zwei Wochen nach Felssturz: Züge der Kulturbahn fahren bei Calw wieder

Vor zwei Wochen stürzte ein großer Felsbrocken auf die Schienen der Kulturbahn in Calw. Seitdem war die Strecke gesperrt. Jetzt rollt der Bahnverkehr wieder.

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Von Autor/in Rebekka Plies

Der Schienenersatzverkehr zwischen Pforzheim und Wildberg (Kreis Calw) ist Geschichte. Die Züge der Kulturbahn rollen wieder wie gewohnt über die Schienen. In den vergangenen zwei Wochen wurde der Hang nach dem Felssturz abgesichert.

Am frühen Morgen des 19. Januars war ein Zug der Kulturbahn gegen einen herabgestürzten Felsbrocken geprallt. Zu dem Zeitpunkt waren fünf Fahrgäste und der Zugführer in der Bahn. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der Zug wurde dabei stark beschädigt und später in die Werkstatt nach Tübingen geschleppt.

Sicherungsarbeiten am Hang verlängerten die Sperrung der Kulturbahn

Geologen im Auftrag der Bahn hatten kurz nach dem Felssturz festgestellt, dass weiteres Gestein abbrechen könnte. Deswegen wurde der Streckenabschnitt länger als ursprünglich geplant lahmgelegt. Um ein weiteres Abbrechen zu verhindern, wurden Netze und Anker angebracht. Grundsätzlich werden die Hänge entlang von Bahnstrecken laut der Deutschen Bahn regelmäßig überprüft.

Felsbrocken auf einer Bahnstrecke bei Calw.
Sonden im Fels hatten vor dem Sturz nicht angeschlagen.

Als möglichen Auslöser nannte ein Sprecher der Feuerwehr Calw vor zwei Wochen unter anderem den Nachtfrost, der den Buntsandstein gelockert haben könnte. Der Hang war mit Fangnetzen und Sonden im Fels ausgestattet, um Bewegungen festzustellen. Die Sonden in dem betroffenen Fels hätten jedoch nicht angeschlagen.

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Rebekka Plies
SWR-Reporterin Rebekka Plies

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