Baden-Baden wählt einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin. Zwei Kandidaten lagen nach der ersten Wahlrunde am 8. März relativ dicht beieinander. In der Stichwahl zwischen den beiden am Sonntag wird sich zeigen, wer von ihnen die meisten Stimmen erhält und somit den Chefsessel im Rathaus übernimmt.
Das sind die beiden OB-Kandidaten in der Stimmzettel-Reihenfolge
Lencke Wischhusen ist 40 Jahre alt. Sie hat als junge Frau unternehmerische Erfahrungen im Familienbetrieb gesammelt. Später war sie Fraktionsvorsitzende der FDP im Landtag von Bremen. In Baden-Baden wird sie als parteilose Kandidatin von der CDU unterstützt.
Fünf-Punkte-Plan für Baden-Baden
Bei der Oberbürgermeisterwahl in Baden-Baden kam sie im ersten Wahlgang auf 31,4 Prozent der Stimmen. Wichtige Themen von Lencke Wischhusen sind unter anderem: Baden-Baden als Zukunftsstandort durch neue Branchen, Förderung des Tourismus, Sicherheit und Lebensqualität, Unterstützung junger Familien und eine moderne Verwaltung.
Thomas Jung ist 64 Jahre alt und gerade in den Ruhestand gegangen. Er war zuletzt Medienmanager und Chef des Radioprogramms SWR3 in Baden-Baden. Bei der Oberbürgermeisterwahl tritt er als parteiloser Kandidat an.
Eine solide Zukunft für die Kurstadt
Bei der Oberbürgermeisterwahl in Baden-Baden kam er im ersten Wahlgang auf 37 Prozent der Stimmen. Wichtige Themen von Thomas Jung sind unter anderem: Überparteilichkeit und Transparenz, eine effiziente Stadtverwaltung, Baden-Baden als Stadt für alle Generationen, solide Stadtfinanzen und Mobilität durch neue Verkehrskonzepte.
Früherer Oberbürgermeister war nur vier Jahre im Amt
Dietmar Späth, das bisherige Stadtoberhaupt, hielt nur die Hälfte der Amtszeit durch. Aufgrund gesundheitlicher Probleme wurde er dienstunfähig geschrieben. Zuletzt litt er unter persönlichen Anfeindungen. Bundesweit in die Schlagzeilen kam er, als er während seiner Krankschreibung alkoholisiert einen Autounfall verursachte.
Am Sonntag, den 22. März, stehen bei Stichwahl also nur die beiden Kandidaten Wischhusen und Jung zur Verfügung. Die Stadt Baden-Baden weist darauf hin, dass es bei einer Stichwahl nicht zulässig ist, einen zusätzlichen Kandidaten auf den Stimmzettel zu schreiben, wie es im ersten Wahlgang noch möglich war. Der Stimmzettel würde sonst ungültig.