Die acht Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters von Baden-Baden haben sich am Donnerstagabend den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Die durften auch Fragen stellen. In welcher Reihenfolge sich die sieben Männer und eine Frau vorstellten, war vorher ausgelost worden. Zur offiziellen Kandidatenvorstellung ins Kurhaus kamen nach Angaben der Stadt Baden-Baden rund 800 Menschen. Beworben haben sich Lencke Wischhusen, Alexander Arpaschi, Marius Pana, Stefan Hertweck, Thomas Jung, Günther Tammert, Jürgen Rahner und Philippe Maisch.
Hier gibt es weitere Informationen zu den Kandidierenden:
Bürgerinnen und Bürger dürfen Fragen stellen OB-Wahl in Baden-Baden: Stadt stellt offiziell die Kandidaten vor
Insgesamt acht zugelassene Bewerber gibt es für das Amt des Stadtoberhaupts von Baden-Baden. Am Donnerstagabend werden sie den Bürgerinnen und Bürgern offiziell vorgestellt.
Viele Fragen zu aktuellen Themen der Stadt Baden-Baden
In der öffentlichen Fragerunde bewegte die Menschen vor allem die angeschlagene Haushaltslage Baden-Badens. Es kamen aber aus dem Publikum auch Fragen zu den Leerständen in der Baden-Badener Fußgängerzone oder der Verkehrssituation in der Kurstadt. Auch die Pläne für das neue Zentralklinikum beschäftigten die Menschen.
Günther Siegel war als Zuhörer im Saal. Ihn beschäftigen die Schuldenberge der Stadt. Er sieht vor allem großen Sanierungsbedarf bei den Schulen.
Oliver Matkovic wünscht sich, dass auch für Jüngere mehr in der Stadt getan wird. Aber auch, dass eine neue Generation in der Stadt Verantwortung übernimmt, um etwas zu bewegen, sagt er.
Baden-Baden muss aufwachen, dass auch Jüngere die Chance bekommen, Führungspositionen zu übernehmen.
Acht Kandidierende haben sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger gestellt. Bernhard Meier merkt am Abend an, dass die großen Parteien es nicht geschafft hätten, eigene Kandidaten aufzustellen, obwohl sie aus seiner Sicht "im Gemeinderat alle lautstark präsent sind".
Von einem neuen Stadtoberhaupt wünscht sich Barbara Winkler, dass er oder sie die Stadt gut kenne. In den Fragerunden wurden fast alle Kandidaten mit der Frage konfrontiert, wie viel Verwaltungserfahrung sie für das Amt mitbringen und wie sie ihren Wahlkampf finanziert haben.
Der neue Oberbürgermeister muss viel Ahnung von der Stadt haben und die Seele der Stadt kennen.
Barbara Winkler sieht aber auch ein Problem darin, dass der- oder diejenige viele Dinge der Vorgänger aufarbeiten müsse und keine Chance habe, alle politischen Baustellen zu bewältigen.
Nachfolger für OB Dietmar Späth gesucht
Ende des vergangenen Jahres endete die Amtszeit des bisherigen Oberbürgermeisters Dietmar Späth (parteilos). Mitte Januar wurde er verabschiedet. Späth war auf eigenen Antrag hin dienstunfähig erklärt worden. Zuvor hatte er über psychische Belastungen wegen öffentlicher Anfeindungen geklagt. Für Aufsehen sorgte, dass er während der Zeit seiner Krankschreibung unter Alkoholeinfluss einen Autounfall verursacht hatte.
OB-Wahl am 8. März in Baden-Baden
Die Wahl zum neuen Oberbürgermeister ist am 8. März, zeitgleich mit der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Wenn es eine Stichwahl gibt, findet sie am 22. März statt.
Von ursprünglich 14 Bewerbern hatten vier ihre Bewerbung wieder zurückgezogen. Zwei wurden nicht zur Wahl zugelassen. Auf dem Stimmzettel stehen die Kandidierenden in der Reihenfolge, in der ihre Bewerbungen eingegangen sind.