Schneller als ursprünglich gedacht

Abbau von Aussichtsturm "Hohe Warte" in Pforzheim beendet

Der Abbau des Pforzheimer Aussichtsturms "Hohe Warte" ist beendet, einen Tag früher als geplant. Der Turm musste wegen Schäden in einem Holzträger demontiert werden.

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Die Arbeiten haben nur fünf Tage gedauert: Bereits am Donnerstagmittag war der erste Teil des Rückbaus der "Hohe Warte" in Pforzheim beendet - einen Tag früher als geplant. Vom früher einmal 40 Meter hohen Turm sind nur noch 15 Meter übrig. Sie sollen in einem zweiten Bauabschnitt im Frühjahr ebenfalls zurückgebaut werden. Dazu wird der Turmstumpf dann eingerüstet.

Inzwischen sind auch Details zu den Schäden bekannt geworden. Nach SWR-Informationen hatte sich in etwa 15 Metern Höhe ein Pilz in einen Riss im Material eingenistet. Das Holz habe daraufhin zu faulen begonnen. Deswegen wurde der Turm bis auf 15 Meter Höhe gekappt. Was nun passieren soll, muss die Stadt Pforzheim entscheiden.

"Hohe Warte" Aussichtsturm in nur 5 Tagen abgebaut

Der Rückbau war offenbar gut vorbereitet. Deshalb konnten die Arbeiten schon einen Tag früher beendet werden. Per Schwerlastkran wurden jeweils sechs Meter lange Stücke der Holzkonstruktion von oben nach unten abgenommen. Auch die Wendeltreppe aus Metall wurde in Teilen mit dem Kran abgehoben und in einer leeren Halle eingelagert. Die demontierte Holzkonstruktion kann nicht mehr wieder verwendet werden.

Ein Gutachten hatte im Juli ergeben, dass die Holzkonstruktion des 36 Meter hohen Turms erhebliche Schäden aufweist. Damit sei auch die Standfestigkeit des Aussichtsturms beeinträchtigt. Eine Reparatur sei nicht möglich, weil wesentliche Tragelemente des Turms betroffen seien. Deshalb hatte die Stadt Pforzheim entschieden, den Turm noch vor dem Winter stufenweise zurückzubauen.

Wahrzeichen von Hohenwart verschwindet

Das Wahrzeichen im Wald über Pforzheim ist inzwischen Geschichte. Die "Hohe Warte" ist inzwischen eine ziemlich kurze Warte, die nicht mehr über die Baumwipfel hinausreicht. Für die Öffentlichkeit bleibt aber auch dieser Teil weiter gesperrt, kündigte die Stadt an.

Was die Zukunft des Naherholungszieles im Wald angeht, verweist die Stadt auf ihre, bei einer Bürgerinfo vorgelegten Varianten: der alte Turm hätte den Sicherheitsanforderungen ohnehin nicht mehr entsprechen können und wäre über kurz oder lang sowieso verschwunden. Ein neuer Turm ist eine der Möglichkeiten, die die Verwaltung zu prüfen hatt. Es könnte auch sein, dass es aus Kostengründen keine neue "Hohe Warte" mehr geben könnte.

Der Aussichtsturm Hohe Warte in Pforzheim steht nur noch zum Teil. Wegen erheblicher Schäden muss er zurückgebaut werden.
Der Aussichtsturm Hohe Warte in Pforzheim steht nur noch zum Teil. Wegen erheblicher Schäden muss er zurückgebaut werden.

Ortschaftsrat möchte neuen Turm

Der Ortschaftsrat in Hohenwart hatte sich auf einer Sitzung gewünscht, dass der Turm wieder aufgebaut wird, erklärt Ortsvorsteher Siegbert Morlock. Wenn das nicht möglich sei, soll ein neuer, abgesicherter Turm kommen, so die Aussage aus dem Ortschaftsrat. "Es ist ein Einschnitt für den Ort, das ist immerhin unser Wahrzeichen," erklärte Morlock während des Abbaus am vergangenen Montag.

Für Hohenwart ist es natürlich ein trauriger Moment.

Im SWR-Interview erklärte Pforzheims Baubürgermeister Tobias Volle (parteilos) am Montag, dass die Untersuchungen im Februar nächstes Jahr abgeschlossen sein könnten. "Dann beginnen wir in die Diskussion einzusteigen, wie eine neue "Hohe Warte" aussehen könnte."

Turm war seit Suizid gesperrt

Der Pforzheimer Aussichtsturm "Hohe Warte" hatte landesweit für Schlagzeilen gesorgt. Grund war der Suizid dreier Mädchen im November letzten Jahres. Seitdem war er für Besucherinnen und Besucher gesperrt. Das Gutachten sollte eigentlich klären inwiefern der Turm besser abgesichert werden kann.

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Tobias Zapp
Tobias Zapp
Annika Jost
SWR-Reporterin Annika Jost
Heiner Kunold
Heiner Kunold

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