250 Jahre USA – für alle, für die die Demokratie eine wichtige Sache ist, ist der 4. Juli ein wichtiges Datum. Denn vor 250 Jahren, mit der Unabhängigkeitserklärung von 13 britischen Kolonien von König und Mutterland, wurde eine Demokratie aus der Taufe gehoben, die das Verständnis und das Bild von Demokratie weltweit geprägt hat. Andererseits ist das Jubiläum auch Anlass, über die Schattenseiten und die Gründungskonflikte der modernen Ur-Demokratie der Vereinigten Staaten von Amerika nachzudenken.
Der US-Politiker Frederick Douglass, selbst entflohener Sklave und einer der wortmächtigsten Gegner der Sklaverei im 19. Jahrhundert sagte einst über den 4. Juli: „Dieser Feiertag gehört dem weißen Amerika, nicht mir. Ihr könnt jubeln, ich muss trauern.“
Die Spannung zwischen Gewalt- und Unterdrückungsgeschichte und dem demokratischen Freiheitsversprechen spielte bei den offiziellen Feiern der Trump-Regierung zum 4. Juli keine Rolle, zwischen einer Trump-Show am Mount Rushmore, zwischen Militär-Paraden und Flugshows.
Der ARD Radioreport Recht schaut auf die US-Verfassungsgeschichte, von der Unabhängigkeitserklärung zu der fatalen Regierung von Donald Trump. Wir möchten klären und erklären, wie die demokratische US-Verfassung wurde, was sie ist, und warum sie heute so gefährdet ist. Gesprochen haben wir mit Jura-Professor Mattias Kumm. Er ist Professor an der New York University und an der Humboldt Universität in Berlin.
ARD Radioreport Recht
Redaktion und Moderation: Max Bauer