Wasserbecken mussten abgelassen werden

Vandalismus im Karlsruher Zoo: Chaoten werfen Müll in Gehege von Eisbären & Co.

In der Nacht von Freitag auf Samstag haben Unbekannte im Karlsruher Zoo randaliert. Der Vandalismus führte zu Sachschaden und viel Arbeit für die Zooangestellten.

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Von Autor/in Simon Hartmann

Erschrocken waren die Tierpfleger am Samstagmorgen, als sie in den Zoo kamen. Sie mussten nämlich feststellen, dass im Karlsruher Zoo randaliert wurde. Unbekannte haben in der Nacht Müll in die Gehege der Eisbären, Seehunde, Seelöwen und Humboldtpinguine geworfen. Darüber hinaus sei auch die Glasscheibe eines Affenkäfigs beschmiert gewesen, erzählte Pressesprecher Timo Deible gegenüber SWR. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Vandalismus im Zoo: Mehrere Tausend Euro Schaden

Vermüllt waren hauptsächlich Gehege mit Wasserbecken. Darum waren laut Deible die Aufräumarbeiten besonders mühsam. Um zu verhindern, dass die Tiere sich an dem Müll verschlucken könnten, wurden die Gehege vollumfänglich gereinigt. In einigen Fällen musste dabei Wasserbecken komplett abgelassen, gereinigt und wieder befüllt werden. "Das ist viel Arbeit und auch sehr teuer", betont Deible. Der Pressesprecher rechnet mit einem finanziellen Schaden von einigen Tausend Euro.

Tiere unter Beobachtung

Aktuell sind nach Angaben des Zoos alle Tiere wohlauf und ihr Verhalten wird von den Tierpflegern genau beobachtet. Wie es weiter heißt, könne man erst viele Tage später sagen, ob wirklich keines der Tiere einen der Gegenstände gefressen und sich daran verletzt habe. Die Polizei hat bislang keinen Hinweis auf die Urheber der nächtlichen Randale.

Vandalismus im Karlsruher Zoo: Viele Reaktionen in sozialen Medien

Der Zoo teilte die Vorkommnisse auf Facebook mit. Der Vandalismus löste eine Welle der Entrüstung aus in den sozialen Medien.

Zwar ist der Zoo selbst fassungslos über die Geschehnisse. Dennoch stellt Deible hinsichtlich der Reaktionen in den sozialen Medien klar: "Wir verstehen den Ärger vieler Menschen, wenn das aber in Aggression umschlägt, ist das auch nicht in Ordnung und nicht zu dulden."

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Simon Hartmann
SWR-Reporter Simon Hartmann bei einer Live-Schalte für SWR Aktuell

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