Erschrocken waren die Tierpfleger am Samstagmorgen, als sie in den Zoo kamen. Sie mussten nämlich feststellen, dass im Karlsruher Zoo randaliert wurde. Unbekannte haben in der Nacht Müll in die Gehege der Eisbären, Seehunde, Seelöwen und Humboldtpinguine geworfen. Darüber hinaus sei auch die Glasscheibe eines Affenkäfigs beschmiert gewesen, erzählte Pressesprecher Timo Deible gegenüber SWR. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Vandalismus im Zoo: Mehrere Tausend Euro Schaden
Vermüllt waren hauptsächlich Gehege mit Wasserbecken. Darum waren laut Deible die Aufräumarbeiten besonders mühsam. Um zu verhindern, dass die Tiere sich an dem Müll verschlucken könnten, wurden die Gehege vollumfänglich gereinigt. In einigen Fällen musste dabei Wasserbecken komplett abgelassen, gereinigt und wieder befüllt werden. "Das ist viel Arbeit und auch sehr teuer", betont Deible. Der Pressesprecher rechnet mit einem finanziellen Schaden von einigen Tausend Euro.
Tiere unter Beobachtung
Aktuell sind nach Angaben des Zoos alle Tiere wohlauf und ihr Verhalten wird von den Tierpflegern genau beobachtet. Wie es weiter heißt, könne man erst viele Tage später sagen, ob wirklich keines der Tiere einen der Gegenstände gefressen und sich daran verletzt habe. Die Polizei hat bislang keinen Hinweis auf die Urheber der nächtlichen Randale.
Vandalismus im Karlsruher Zoo: Viele Reaktionen in sozialen Medien
Der Zoo teilte die Vorkommnisse auf Facebook mit. Der Vandalismus löste eine Welle der Entrüstung aus in den sozialen Medien.
Zwar ist der Zoo selbst fassungslos über die Geschehnisse. Dennoch stellt Deible hinsichtlich der Reaktionen in den sozialen Medien klar: "Wir verstehen den Ärger vieler Menschen, wenn das aber in Aggression umschlägt, ist das auch nicht in Ordnung und nicht zu dulden."