Am Landgericht Mannheim beginnt Ende Oktober der Prozess gegen einen 40-jährigen Mann aus Ludwigshafen, dem die Staatsanwaltschaft zweifachen Mord und mehrfachen versuchten Mord vorwirft. Er soll am 3. März, dem Rosenmontag, um die Mittagszeit mit seinem Auto durch die Mannheimer Fußgängerzone gerast sein. Dabei kamen ein 54-jähriger Mann und eine 83-jährige Frau ums Leben. 14 Menschen wurden teilweise schwer verletzt.
Mannheimer Amokfahrt: Urteil voraussichtlich am 19. Dezember
Der Prozess beginnt am 31. Oktober vor dem Landgericht. Das teilte eine Sprecherin des Gerichts auf SWR-Anfrage mit. In dem Verfahren sind insgesamt zwölf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird für den 19. Dezember erwartet. Der Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter seit vielen Jahren an einer psychischen Erkrankung leidet. Ob er zum Tatzeitpunkt schuldfähig war, muss die Verhandlung zeigen. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte vergangene Woche erneut betont, dass es keine Hinweise auf eine politische oder extremistische Motivation gebe.