In Heidelberg hat es am Donnerstag eine Demonstration gegen die umstrittenen "Stadtbild"-Äußerungen von Bundeskanzler Merz gegeben - mit weniger Teilnehmenden als erwartet. Die Polizei sprach von etwa 1.350 Menschen. Die Demonstrierenden zogen durch die Fußgängerzone. Am Universitätsplatz folgte eine Kundgebung. Die Veranstaltung blieb friedlich.
Die Demonstrierenden trugen Fahnen, Banner und Schilder. Die Forderungen: "Für Chancengleichheit, Selbstbestimmung und Sichtbarkeit" oder "Kein Schritt nach rechts".
Erst am Dienstag hatten Tausende Menschen in Berlin vor der Parteizentrale der CDU protestiert.
Verkehrsbehinderungen wegen Demo in Heidelberg
Zur Demo und Kundgebung hatten das Queerfeministische Kollektiv und die Schülis gegen Rechts Heidelberg aufgerufen. Das Motto: "Demo für ein schönes Stadtbild". Laut Stadt gingen die Veranstalter ursprünglich von 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus.
Wegen der Veranstaltung wurden laut Rhein-Neckar-Verkehr GmbH mehrere Straßenbahnen- und Buslinien umgeleitet.
Umstrittene "Stadtbild"-Aussagen - Demo am Sonntag in Mannheim
Auch in Mannheim ist eine Demonstration unter dem Titel "Merz spricht nicht für uns. Wir sind die Töchter." geplant. Zwei Privatpersonen haben nach Angaben der Stadtverwaltung eine Versammlung am Sonntag von 15:45 Uhr bis 17:30 Uhr auf dem Marktplatz angemeldet. Die Veranstalter rechnen mit 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, so die Sprecherin der Stadt.