Neubau für 40 Millionen Euro

PZN Wiesloch: Neues Gebäude für Maßregelvollzug eröffnet

Das Psychiatrische Zentrum Nordbaden (PZN) hat am Freitag die Eröffnung eines neuen Gebäudes für den Maßregelvollzug gefeiert. Auch Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) war da.

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Von Autor/in Julian Maier, Holger Neumann

Ein Metallnetz ist über einen Balkon gespannt. Das Bild ist der Außenbereich der neuen psychatrischen Einrichtung
Balkon im PZN mit Metallnetz überdacht

Das Psychiatrische Zentrum Nordbaden (PZN) in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) hatte am Freitag Grund zu Feiern: Am Mittag wurde ein neues Gebäude für den Maßregelvollzug offiziell eingeweiht. Unter anderem Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha war vor Ort. Für ihn ist vor allem die Stigmatisierung von psychischen Krankheiten ein Problem unserer Gesellschaft. Das zeige sich auch im Anstieg an Straftaten, bei denen die Täter nicht oder nur vermindert schuldfähig sind.

Angespannte Belegungssituation

Der 40 Millionen Euro teure Neubau ist laut PZN notwendig, weil immer mehr psychisch kranke Straftäter untergebracht werden müssen. Von über 1000 Unterbringungen im Jahr 2017 wuchs der Bedarf nach Angaben des Landes Baden-Württemberg auf aktuell über 1600 Patienten an. Im Neubau sollen ab dem 04. November 54 Patienten behandelt werden. Ein Großteil von ihnen sei an Schizophrenie erkrankt.

Keine Suchtkranken im PZN

Suchtkranke Straftäter werden nicht in Wiesloch behandelt, sondern beispielsweise im ehemaligen Gefängnis "Fauler Pelz" in Heidelberg. Das PZN Wiesloch ist für die Landgerichtsbezirke Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe und Mosbach zuständig.

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