Im Heidelberger Zoo sind am 1. März zwei Goldkatzen-Babys zur Welt gekommen. Bei dem Nachwuchs handelt es sich um zwei Kater mit den Namen Samin und Mirza. Damit gelang in Heidelberg erstmals seit 21 Jahren wieder eine erfolgreiche Nachzucht dieser Art.
Goldkatzen seltener als Große Pandas
In europäischen Zoos sind Goldkatzen eine Seltenheit. In Europa gibt es insgesamt nur sechs weitere Tiere. Laut Heidelberger Zoo sind Goldkatzen in Zoos somit seltener als Große Pandas. Das liegt unter anderem daran, dass die Zucht der Tiere als sehr schwierig gilt.
Da das Männchen viel größer und schwerer ist als das Weibchen, kann es bei der Paarung zu Verletzungen kommen. Außerdem sei bei der Zusammenführung sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt, da sich Kater und Katze häufig nicht vertragen. Bei dem Pärchen im Heidelberger Zoo sei es zum Glück Liebe auf den ersten Blick gewesen. Bereits nach wenigen Wochen kam es schon zur Paarung, was als sehr selten gilt. Der Zoo spricht deshalb von einem "sensationellen Erfolg".
Goldkatzen-Babys werden von Hand aufgezogen
Anfang März wurden die beiden Goldkatzen-Jungen im Außengehege des Zoos geboren. Wegen der kalten Nachttemperaturen bestand die Gefahr, dass die Katzenbabys unterkühlt werden. Weil die Katzenmutter noch sehr jung und unerfahren ist, hat sich das Zoo-Team dazu entschieden, die Jungtiere mit der Flasche großzuziehen.
Mittlerweile fressen Samin und Mirza schon Fleisch und brauchen die Milch immer weniger. Daher werden sie sich in den kommenden Tagen häufiger in der Außenanlage des Zoos aufhalten, wo die Besucherinnen und Besucher die beiden dann beobachten können. Ihren Namen verdanken sie übrigens der Fellfarbe.
Bestand an Goldkatzen bedroht
Die Goldkatze hat ihren natürlichen Lebensraum in Asien. Dort kommt sie allerdings in einigen Gebieten kaum noch oder gar nicht mehr vor, unter anderem wegen Wilderei. Ziel des Heidelberger Zoos ist es, eine gesunde Population aufzubauen, die im Notfall ausgewildert werden kann.