Nach dem Fund eines leeren Unfallwagens mit Blutspuren bei Hardheim (Neckar-Odenwald-Kreis) am Dienstag, 20. Januar, hat die Polizei den Fahrzeughalter ermittelt und verhört. Der 34-Jährige hat zugegeben, dass er der Fahrer des Unfallwagens war, sagte ein Polizeisprecher auf SWR-Anfrage.
Kein Führerschein und Fahrerflucht
Der Fahrer war vom Unfallort geflüchtet. Bei der Vernehmung stellte sich heraus, dass es sich bei dem Führerschein des Mannes offenbar um eine Fälschung handelt.
Bereits zu Beginn der Ermittlungen hatte die Polizei eine Vermutung: Denn in der Unfallnacht wurde ein 25-Jähriger schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der behandelnde Arzt hatte Zweifel an den Angaben zu den Verletzungen des Mannes, der behauptete, sich bei einem Haushaltsunfall verletzt zu haben.
Ermittlungen: weitere Personen im Fahrzeug
Die Polizei nimmt an, dass der Verletzte auf der Rückbank des Unfallwagens saß und den Gurt nicht angelegt hatte. Der Mann ist weiter im Krankenhaus.
In dem Auto sollen noch zwei weitere Personen mitgefahren sein, das zeigten die Ermittlungen. Die Polizei geht davon aus, dass die Vier nach dem Unfall eine fünfte Person hinzugerufen haben könnten, die den Verletzten ins Krankenhaus fuhr.
Der 34-Jährige muss nun mit bis zu vier Anzeigen rechnen: wegen fahrlässiger Körperverletzung, wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, wegen Urkundenfälschung und Unfallflucht.