In Mosbach und Walldürn (beides Neckar-Odenwald-Kreis) soll ein 20-jähriger Sicherheitsmann nicht nur selbst in einem Autohaus und einem Supermarkt gestohlen, sondern von Komplizen regelrechte "Eintrittsgelder" für den Zugang zu Warenlagern verlangt haben. Jetzt hat die Polizei die Diebstahlserie im Neckar-Odenwald-Kreis aufgeklärt und gestoppt.
"Eintrittsgelder" für nächtliche Diebstähle in Supermarkt
Der Hauptverdächtige, der als Sicherheitsmann über die Schlüssel für einen Supermarkt in Mosbach verfügte, soll den Zugang zum Objekt wie eine Dienstleistung vertrieben haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Bekannte und Freunde konnten gegen Zahlung einer pauschalen "Eintrittsgebühr" nachts in den Laden gelangen, um dort auf Beutezug zu gehen. Dem betroffenen Markt entstand ein Schaden im sechsstelligen Bereich.
Sicherheitsmann löste absichtlich falsche Alarme aus
Um die nächtlichen Aktivitäten zu verschleiern, löste der Beschuldigte laut Polizei mehrmals absichtlich den Einbruchsalarm aus. Das ermöglichte es ihm in seiner Funktion als Wachmann, das Gebäude offiziell zu betreten. Statt nach dem Rechten zu sehen, nutzte er diese Zeitfenster jedoch, um zusammen mit seinen Komplizen hochwertige Elektronik und andere Waren abzutransportieren.
Erste Spur nach Diebstahlserie in Walldürner Autohaus
Die Ermittlungen waren im Frühjahr 2025 ins Rollen gekommen, nachdem aus einem Walldürner Autohaus wiederholt teure Spezialwerkzeuge und Reinigungsgeräte verschwunden waren. Da der 20-Jährige auch dort mit der Bewachung betraut war, geriet er schnell in den Fokus der Beamten. In diesem Fall geht die Kriminalpolizei Mosbach von einem Schaden in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrags aus.
Elf Beschuldigte auf freiem Fuß
Insgesamt werden elf Männer und Frauen beschuldigt an der Diebesserie beteiligt gewesen zu sein, drei von ihnen wurden vorläufig festgenommen. Mittlerweile befinden sich aber alle Tatverdächtigen wieder auf freiem Fuß.