Staatsanwaltschaft setzt Belohnung für Hinweise aus

Beschmierte "Stolpersteine" in Heidelberg - was steckt dahinter?

Mehr als ein Dutzend sogenannter Stolpersteine, die an Nazi-Opfer erinnern, sind in Heidelberg beschmiert worden. Wer dahintersteckt, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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In der Heidelberger Weststadt sind in den vergangenen Wochen Lack-Schmierereien an sogenannten Stolpersteinen entdeckt worden. Laut Staatsanwaltschaft Heidelberg sind bislang 13 Fälle bekannt. Um die Stolpersteine, die in den Boden eingelassen sind, wurden mit roter Lackfarbe herzförmige Umrandungen gesprüht, darunter der Schriftzug "Liebe". Mit den Stolpersteinen wird an Opfer der Nazi-Diktatur erinnert.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sachbeschädigung

Die Staatsanwaltschaft ermittelt zunächst wegen Sachbeschädigung. Außerdem steht nach Auskunft eines Sprechers im Raum, dass dahinter politische beziehungsweise antisemitische Motive stecken könnten. An anderer Stelle wurde außerdem an einer Wand eine Schmiererei entdeckt, die einen ähnlichen Hintergrund haben könnte. Auch hier ermittelt die Staatsanwaltschaft. Sie hat jetzt 2.000 Euro als Belohnung für Hinweise ausgesetzt. Laut Stadt Heidelberg sind nach Angaben eines Sprechers alle besprühten Stolpersteine inzwischen gereinigt worden.

Ein Stolperstein wurde mit einem rotem Herz umrandet, darunter steht der Schriftzug "Liebe"
Einer der beschmierten Stolpersteine in Heidelberg Staatsanwaltschaft Heidelberg

Besprühte Stolpersteine: Gibt es ein politisches Motiv?

Laut Staatsanwaltschaft spielt das Motiv der Täter für die Frage, ob es sich um eine Sachbeschädigung handelt, keine Rolle. Selbst ein womöglich gut gemeintes Herzmotiv kann demnach eine Sachbeschädigung darstellen. Die Ermittler wüssten noch nicht, was politisch mit den Herzen ausgedrückt werden solle: Ein Gutheißen des Gedenkens oder eine Zustimmung zu den Verbrechen der Nationalsozialisten.

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Stolpersteine sollen an die Opfer des NS-Regimes erinnern. In Tübingen sind am Montag 14 neue Stolpersteine hinzugekommen. Dabei wurde auch der Hamas-Opfern gedacht.

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Ein Leben gegen den Nationalsozialismus Tuttlingen erinnert an NS-Opfer – mit Stolpersteinen

Emil Rieger (1907–1974) kämpfte gegen den Nationalsozialismus und überlebte eine Haft im Konzentrationslager Dachau. Nun wird ihm ein Stolperstein in Tuttlingen gewidmet.

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SWR

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