Zwei Männer haben mehr als eine Tonne Cannabis und 20 Kilo Kokain in Spanien gekauft und dann im Rhein-Neckar-Kreis verkauft. Der jüngere der beiden Männer hatte die Drogen in Spanien besorgt. Der 30-Jährige habe sich in Deutschland unter anderem um die Lagerung der Ware gekümmert, so das Landgericht Mannheim. Außerdem misshandelten sie laut Gericht einen Komplizen.
Am Dienstag hat sie das Landgericht Mannheim unter anderem wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Cannabis verurteilt. Der 28-jährige Angeklagte muss für zwölf Jahre und sechs Monate in Haft, sein 30-jähriger Mittäter für sechs Jahre und neun Monate. Zusätzlich müssen sie mehr als sieben Millionen Euro aus den Drogengeschäften zurückzahlen.
Komplizen in Mannheimer Garage misshandelt
Außerdem wurde der 28-Jährige wegen schwerer räuberischer Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung verurteilt, sein 30-jähriger Komplize wegen Beihilfe. Der 28-Jährige hatte einen anderen Komplizen in einer Mannheimer Garage misshandelt. Dieser soll vorher eine Lieferung von 56 Kilogramm Marihuana im Wert von etwa 240.000 Euro verloren haben. Dabei hatte der 28-Jährige dem Opfer eine Waffe in den Mund gesteckt und ihn mit einem Holzstück geschlagen.
Drogendealer müssen Millionen zurückzahlen
Von der Haftstrafe haben die beiden Männer laut einem Sprecher des Landgerichts schon einen Teil verbüßt. Insgesamt müsse der 28-Jährige außerdem sieben Millionen Euro aus seinen Drogengeschäften zurückzahlen, drei Millionen davon zusammen mit seinem älteren Komplizen.
Die beiden verurteilten Männer sind nach eigener Aussage gute Freunde. Nach der gemeinsamen Schulzeit hätten sie einen Freiwilligendienst im selben Krankenhaus geleistet.