Prozessauftakt am Mannheimer Landgericht

Mutmaßliche Drogendealer sollen Komplizen misshandelt haben

Vor dem Landgericht Mannheim müssen sich zwei Männer verantworten, die tonnenweise mit Drogen gehandelt und einen Komplizen massiv körperlich misshandelt haben sollen.

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Von Autor/in Paul Grunze

Am Mannheimer Landgericht hat ein Prozesss gegen zwei Männer begonnen, die im großen Stil mit Kokain und Marihuana gehandelt haben sollen. Darüber hinaus sollen sie einen Komplizen körperlich misshandelt haben, der zuvor Drogen im Wert von 240.000 Euro verloren haben soll. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die 28 und 30 Jahre alten Männer die Drogen mit Hilfe mehrerer Komplizen aus Spanien nach Deutschland importiert und vor allem im Rhein-Neckar-Raum gewinnbringend weiterverkauft haben.

Angeklagte sollen Drogen aus Spanien importiert haben

Dem Jüngeren der beiden Angeklagten wird vorgeworfen, insgesamt mehr als 1.000 Kilogramm Marihuana und mehr als 20 Kilogramm Kokain in Spanien gekauft zu haben. Sein Mitangeklagter soll sich in Deutschland unter anderem um die Lagerung der Ware gekümmert haben. Insgesamt stehen 15 Anklagepunkte im Raum.

Waffe im Mund - mutmaßliche Misshandlung in Garage

Dazu zählt auch die mutmaßliche Misshandlung eines ihrer Komplizen. Dieser habe behauptet, im Vorfeld eine Lieferung von 56 Kilogramm Marihuana verloren zu haben. Laut Staatsanwaltschaft soll der 28-Jährige das Opfer deshalb in einer Mannheimer Garage auf einem Bürostuhl gefesselt haben. Anschließend habe er ihm mehrfach mit einem Stück Holz auf die Hände und mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Die Misshandlung habe zwei Stunden gedauert. Dabei soll dem Opfer auch eine Waffe in den Mund gesteckt worden sein. Der 30-jährige Mitangeklagte soll einen geeigneten Ort für die Misshandlung vorgeschlagen und die dafür verwendeten Gegenstände vor Ort bereitgelegt haben. Einige Tage später seien beide von der Polizei festgenommen worden.

Urteil wird noch im November erwartet

Die beiden Angeklagten seien gute Freunde, das betonte einer der beiden vor Gericht. Nach der gemeinsamen Schulzeit hätten sie einen Freiwilligendienst im selben Krankenhaus geleistet. Zu den Vorwürfen wollten sie sich zunächst nicht äußern. Das Landgericht Mannheim hat fünf weitere Verhandlungstage angesetzt. Dann sollen auch Zeugen gehört werden. Das Urteil wird für den 25. November erwartet.

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Paul Grunze

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