Cem Özdemir und Franziska Brantner vor Ort

Wahlkampfauftakt der Grünen in Heidelberg mit Kanzlerkandidat Habeck

In ihrer Hochburg Heidelberg sind die Grünen in den Bundestagswahlkampf gestartet. Franziska Brantner und Cem Özdemir wurden gefeiert. Robert Habeck folgte am späteren Abend.

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Von Autor/in Christian Scharff

Vor rund 500 Anhängern und Gästen haben die Grünen am Sonntag in Heidelberg ihren Wahlkampf für die Bundestagswahl am 23. Februar eingeläutet. Dabei waren die neue Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner, der noch amtierende Bundeslandwirtschafts- und Bildungsminister Cem Özdemir sowie Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck. Damit boten die Grünen in Heidelberg eine Phalanx der "Realos" auf, um ihren Wahlkampf zu starten.

Habeck traf als Hauptredner erst kurz nach 20 Uhr im Heidelberger Karlstorbahnhof ein. Vorher gab es bereits ab 17 Uhr Programm.

Grüner Wahlkampfauftakt in Heidelberg für die Bundestagswahl 2025
Franziska Brantner im Gespräch mit Moderator Arnd Küppers Scharff

Zunächst redete Özdemir, dann folgte ein moderiertes Gespräch mit der neuen Bundesvorsitzenden Brantner. Sie kämpft im Wahlkreis Heidelberg um den Einzug in den Bundestag. Sie forderte dabei unter anderem eine Staatsreform, die schnelleres Verwaltungshandeln möglich macht.

Wenn wir nicht zeigen können, dass wir besser, schneller, innovativer sind als autoritäre Kräfte, dann gewinnen wir diesen Kampf nicht.

Brantner wirbt in Heidelberg für Deutschland-App

Zudem warb sie für eine Deutschland-App, die nach Zustimmung den Austausch von Daten zwischen Behörden ermöglichen soll.

Grüner Wahlkampfauftakt in Heidelberg für die Bundestagswahl 2025
Cem Özdemir machte mit einer pointierten Rede Stimmung im vollbesetzten Saal des Kulturzentrums Neuer Karlstorbahnhof. Scharff

Cem Özdemir soll Spitzenkandidat der Grünen für das Amt des Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg bei den Landtagswahlen im Jahr 2026 werden. Er warb für eine realistische Politik der Grünen. Spitzenkandidat Habeck stehe dafür, dass "Ökologie und Ökonomie nicht wieder zu einem Gegensatz erklärt werden", sagte Özdemir. Die Heimat müsse gestärkt werden und die offene Gesellschaft gegen ihre Feinde verteidigt werden.

Die neue pragmatische Linie der Grünen

Robert Habeck hatte am Sonntagabend bereits einen Marathon hinter sich. Zuerst in Mainz, dann in Mannheim und zuletzt in Heidelberg warb er für die neue pragmatische Linie der Grünen. Er hat in den jüngsten Umfragen zugelegt.

Wir werden die Zukunft nicht mit den Mitteln der Vergangenheit erreichen. Nur weil etwas in der Vergangenheit mal gut war, ist es nicht das aktuell richtige Mittel.

Habeck: Kampf gegen Erderwärmung wichtigste Aufgabe

Habeck gelang es, den Saal bei seinem Auftritt mitzureißen. Pragmatische Politik sei für ihn aber keineswegs mit der Aufgabe von Klimazielen verbunden. Der Kampf gegen die globale Erderwärmung bleibe die wichtigste Aufgabe, sagte der Spitzenkandidat. In der amtierenden Bundesregierung von SPD und Grünen ist er Vizekanzler und Wirtschaftsminister. Die Grünen verzeichnen zurzeit, das wurde während der Veranstaltung mehrfach betont, deutliche Mitglieder-Zuwächse.

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Christian Scharff
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