Kunst-Aktion für Utopien

Zeitreise ins Jahr 2044 in Ludwigshafen: "Wie wollen wir zusammenleben?"

Mit großen Plakaten lädt der Kunstverein Ludwigshafen die Menschen in der Stadt ein, den eigenen Visionen für die Stadt einfach mal freien Lauf zu lassen.  

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Von Autor/in Kübra Idi

Wer in diesen Wochen durch Ludwigshafen geht, stößt auf Plakate mit ganz direkten Fragen zum Zusammenleben in Ludwigshafen heute und in der Zukunft. Der Kunstverein Ludwigshafen lädt damit zu einer gedanklichen Zeitreise in das Jahr 2044 ein. Die Plakate gibt es auf Deutsch, Englisch, Türkisch und Italienisch. Doch was genau steckt dahinter? 

Visionen freien Lauf lassen - per QR-Code 

Im Kern geht es darum, dass die Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener ins Träumen kommen und ihren ganz persönlichen Zukunftsvisionen für ihre Stadt Raum geben. Es geht hierbei weniger um politisches Mitgestalten, sondern vielmehr um das spielerische Freisetzen von Ideen. 

Der Zugang ist einfach: Wer den QR-Code auf einem der Plakate scannt, landet direkt bei der Umfrage.  

Plakate fragen nach Fantasien und Utopien

Der Fragebogen kitzelt die Fantasie der Teilnehmer. Da geht es zum einen um das Ludwigshafen von heute: "Wenn Sie Ludwigshafen heute in drei Worten beschreiben müssten – welche wären das?" oder "Was unterschätzen Außenstehende an Ludwigshafen?".

Zum anderen geht es ins Jahr 2044 mit ganz konkreten Gedankenexperimenten wie "Eine positive Schlagzeile über Ludwigshafen im Jahr 2044 lautet…?" oder "Im Jahr 2044 wache ich in Ludwigshafen auf und zuerst sehe ich…?". 

"Queste città é piacevole quando" steht auf einer Litfaßsäule in der Innenstadt von Ludwigshafen.  Das Ganze ist eine Aktion des Ludwigshafener Kunstvereins.
Litfaßsäule in der Innenstadt von Ludwigshafen: Plakat-Aktion des Ludwigshafener Kunstvereins: "Wie wollen wir zusammenleben?"

Überraschende Resonanz und viele Gemeinsamkeiten 

Die Direktorin des Kunstvereins, Ameli Klein, zeigt sich überrascht und erfreut über die große Resonanz. Obwohl die Aktion noch läuft, zeichnen sich laut ihr bereits deutliche Gemeinsamkeiten ab: Besonders häufig wünschen sich die Menschen mehr Grünflächen, weniger Autos und mehr kostenlose Kitaplätze. 

Aus den Wünschen zu Ludwigshafen wird Kunst 

Die gesammelten Antworten werden nach Abschluss der Aktion online veröffentlicht. Aber sie sind noch für etwas anderes gut: Sie dienen als Material für Kunst. Der Künstler Noah Klein aus New York nimmt die Wünsche der Ludwigshafener und verwandelt sie am Ende in Zeichnungen. So werden die gesammelten Zukunftsbilder für alle sichtbar gemacht. 

Teil der Ausstellung "Noch nicht: Utopie im Entstehen"

Die ganze Umfrage ist Teil der großen Ausstellung "Noch nicht: Utopie im Entstehen", die von Mai bis Oktober im öffentlichen Raum in Ludwigshafen zu sehen ist. Regionale und internationale Künstlerinnen und Künstler zeigen überall in der Stadt ihre Arbeiten. 

Wer also mitmachen und seine eigenen Visionen für das Ludwigshafen von morgen teilen will, hat noch bis Ende September Zeit, an der Umfrage teilzunehmen.  

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