Höhere Preise, weniger Wohnungen

Vor allem in Städten: Wer umzieht, zahlt meist mehr Miete als davor

Nach einem Umzug müssen Menschen lauter einer Studie deutlich mehr Miete zahlen als zuvor - vor allem in den Metropolen. Ein Fachbegriff fasst die Probleme für Mieter zusammen.

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Wer nicht umziehen muss, wohnt günstiger: Das zeigt eine aktuelle Studie des Eigentümerverbands "Haus und Grund". Demnach gibt es eine große Lücke zwischen den Bestandsmieten und den Kosten bei Neuvermietungen. So verwenden Alleinlebende in Deutschland im Schnitt gut 20 Prozent ihres Einkommens für die Miete. Nach einem Wohnortwechsel steigt der Anteil laut Studie auf mehr als 26 Prozent.

"Lock-in-Effekt": Statt Umzug bleiben Menschen in ihren Wohnnungen

Besonders stark steigen die Wohnkosten nach einem Umzug in Ballungsräumen und Städten. In Freiburg müssen Familien nach einem Umzug mehr als ein Viertel ihres Haushaltseinkommens für die Miete verwenden.

Auch in anderen Städten und Kreisen wie Stuttgart, Heidelberg oder dem Landkreis Konstanz müssen Familien in einer neuen Wohnung mehr als ein Fünftel des Einkommens für die Kaltmiete aufbringen. Die Folge: Der "Lock-in-Effekt" wird verstärkt, so der Eigentümerverband. Das bedeute, Menschen bleiben in ihren Wohnungen - auch wenn eigentlich ein Umzug aus beruflichen, familiären oder gesundheitlichen Gründen sinnvoll wäre.

Eigentümerverband fordert Maßnahmen von der Politik

Um das Problem in den Griff zu kriegen, fordert der Verband von der Politik, mehr Wohnraum zu schaffen. Außerdem brauche es Entlastungen bei den Neben- und Energiekosten. Instrumente wie die Mietpreisbremse oder Kappungsgrenzen wirkten hingegen nur begrenzt und könnten bestehende Probleme wie den "Lock-in-Effekt" noch verstärken, indem sie die Mobilität dämpften und die Investitionsbereitschaft minderten.

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SWR

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