Opposition spricht von Wahlkampfmanöver

Spatenstich für Albaufstieg der A8 - anderthalb Jahre vor Baubeginn

Nach langer Planung wird der Albaufstieg und -abstieg auf der A8 im Kreis Göppingen neu gebaut. Jetzt gab es den Spatenstich - mit viel Prominenz, aber auch Kritik.

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Stand

Es dürfte einer der letzten großen Auftritte von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gewesen sein: Am Freitagmorgen war Spatenstich für den Ausbau des Albaufstiegs der A8 bei Hohenstadt (Kreis Göppingen). Rollende Bagger waren noch nicht zu sehen: Dieses Jahr sollen laut Autobahn GmbH nur Vorbereitungen für die Baumaßnahmen stattfinden. Die Hauptbauarbeiten sind ab Herbst 2027 geplant. Bis 2034 soll das Nadelöhr der A8 dann beseitigt sein. Bisher kam es auf den steilen und kurvigen Strecken von Albauf- und Albabstieg häufig zu Staus und Unfällen.

Spatenstich für den lang ersehnten Ausbau am Albaufstieg

Neben Kretschmann waren auch Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) und Vertreter der Autobahn GmbH vor Ort. Kretschmann betonte die Bedeutung, die der Ausbau des Albaufstiegs hat: "Es wird ein Meisterwerk der Baukunst entstehen".

Das entlastet das Klima und die Menschen entlang der Strecke.

Auch Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) freute sich über den Meilenstein: "Der neue Abschnitt sorgt für deutlich mehr Sicherheit." Die neue dreispurige Trasse verkürze die Fahrtzeit, es gebe weniger Staus und einen flüssigeren Verkehr. "Das entlastet das Klima und die Menschen entlang der Strecke", sagte Hermann.

Albaufstieg auf der A8 wird endlich saniert: Was wird gemacht?

Generell soll die Strecke kürzer und flacher werden. Dafür werden zwei große Tunnel und zwei Brücken gebaut. Bevor die Baumaßnahmen im nächsten Jahr richtig beginnen, stehen nun Bauuntersuchungen, Umweltmaßnahmen und Vorbereitungen an, sagte Michael Güntner von der Autobahn GmbH. Die Kosten werden auf insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro geschätzt. Finanziert wird das Vorhaben vom Bund.

Kreis Göppingen

Kreis Göppingen Ausbau des Albaufstiegs auf der A8 beginnt

Nach jahrzehntelanger Planung ist es nun so weit: Der Ausbau des A8-Albaufstiegs beginnt bald. Ein Überblick über Kosten, Dauer, Kritik und die versprochene Entlastung.

FDP und SPD: Kritik am vorgezogenem Spatenstich

Der Spatenstich war eigentlich erst für nächstes Jahr angesetzt, wurde jetzt allerdings vorgezogen. FDP-Verkehrsexperte Christian Jung kritisiert das. Es sei kein Zufall, dass der Spatenstich jetzt noch so kurz vor der Landtagswahl Anfang März gesetzt wurde. SPD-Verkehrsexperte Jan-Peter Röderer sieht das genauso. Für ihn sei der Spatenstich "nichts weiter als ein billiges grünes Wahlkampfmanöver". 

Nichts weiter als ein billiges grünes Wahlkampfmanöver

Dem widersprach beim Spatenstich Güntner von der Autobahn GmbH. Er erklärte dem SWR, der Spatenstich sei jetzt gesetzt worden, da nun die Finanzierung und die Baufreigabe kam. Auch Kretschmann steht zu dem vorgezogenen Spatenstich: "Es ist ein Zeichen: Es geht voran. Die Leute brauchen Signale der Zuversicht."

Stuttgart

Grünes Licht vom Verkehrsministerium Baufreigabe für Albaufstieg auf der A8 erteilt

Dem Ausbau des Albaufstiegs auf der A8 steht nichts mehr im Wege. Das Bundesverkehrsministerium hat am Dienstag die Baufreigabe erteilt. Die Engstelle sorgt seit Jahren für Staus.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Rosalie Etienne
Rosalie Etienne, SWR Studio Stuttgart
Olga Henich
Olga Henich

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