Schulzentrum verschickte Elternbrief

Amok-Fehlalarm an Schulen in Waiblingen: Hilfe für Kinder und Tipps für Eltern

Im Staufer-Schulzentrum hat es am Donnerstag einen Amok-Fehlalarm gegeben. Die Schulen reagierten mit einem psychologischen Betreuungsangebot und Unterstützung für die Kinder.

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Von Autor/in Luisa Bleich, Susanne Kurz

Am Donnerstag ist bei der Polizei in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) ein Alarm eingegangen. Das System des Staufer-Schulzentrums hat Amok-Alarm geschlagen. Schnell stellte sich raus: Es war ein Fehler. Die neu installierte Alarmanlage hatte einen technischen Defekt, hieß es später in einer Mitteilung des Staufer-Gymnasiums.

Fehlalarm: Hilfe für Kinder und Eltern

Auch wenn sich der Alarm als Fehlmeldung herausstellte, war es für die Schülerinnen und Schülerinnen ein großer Schreck. Das Schulzentrum hat sich deswegen eine Reihe von Maßnahmen überlegt, um die Kinder und Jugendlichen nach diesem Erlebnis adäquat zu betreuen - und will dabei auch die Eltern unterstützen.

Leitfaden für Eltern

In einem Elternbrief wurden die Eltern nach dem Alarm darüber informiert, auf welche Symptome oder Stressreaktionen sie bei ihrem Kind achten sollten. Genannt werden dabei unter anderem Schlafstörungen, sozialer Rückzug oder auch auffallend "lässiges Gehabe".

Weiter gab es Tipps, wie die Eltern ihre Kinder auf das Erlebte ansprechen können. So heißt es in der Meldung, dass Eltern das Kind nicht mit Fragen bedrängen sollen. Stattdessen wird geraten, aufmerksam zuzuhören, ohne das Kind zu korrigieren. Als mögliche Fragen empfiehlt die Schule: "Was habe ich dabei gedacht? Was beschäftigt mich am meisten, was habe ich gefühlt?"

Amok-Fehlalarm in Waiblingen: der Tag danach

Laut der Mitteilung sollte es an allen drei Schulen des Schulzentrums am Freitag wieder wie gehabt mit dem Unterricht weitergehen, um "unser Miteinander als Stärkung" zu erfahren. Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte hätten aber die Möglichkeit, mit Schulpsychologen des schulpsychologischen Notfalldienstes zu sprechen. Außerdem stünden Schulsozialarbeiterinnen und die Schulseelsorge bereit, heißt es weiter.

Rund 70 Kinder haben dieses Angebot am Freitag auch angenommen. Auch die Lehrkräfte sind von Polizistinnen und Polizisten sowie von psychologischen Fachleuten beraten worden. Alle Eltern haben per Mail eine Handreichung zum Umgang mit dieser Situation bekommen, die nochmal glimpflich als Fehlalarm zu Ende gegangen ist.

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