Am 24. Februar jährt sich der Beginn des Ukraine-Kriegs zum dritten Mal. Darum ist am Sonntag Bischof Bohdan Dzyurakh zu Besuch in der ukrainischen Gemeinde Stuttgart gewesen. Mit einem Gottesdienst wollte er den Menschen Trost zu spenden.
Bischof Bohdan Dzyurakh will Menschen Hoffnung geben
Es ist ein seltener Besuch, den die ukrainische Gemeinde am Sonntag empfangen hat: Nur alle zwei Jahre hat Bischof Bohdan Dzyurakh Zeit, um die Menschen in Stuttgart zu besuchen. Denn Bischof Dzyurakh betreut insgesamt über 110 Gemeinden in sechs Ländern, vor allem in Skandinavien und Deutschland.
Mit seinem Besuch wolle er helfen, dass die Menschen ihre Hoffnung nicht verlieren, so der Bischof. Darum begrüßt er vor dem Gottesdienst in der Kirche St. Michael auch jeden Besucher und jede Besucherin persönlich. "Sehr viele Menschen sehnen sich nach Umarmung", sagt der Bischof dem SWR. Viele der Menschen seien traumatisiert und besorgt darüber, wie es mit ihrer Heimat weitergehe. Trotzdem spüre er, dass sie die Hoffnung nicht verlieren. Dieses Gefühl wolle er stärken.
In einem Schreiben betont Bischof Bohdan Dyzurakh, dass Stuttgart eine lebendige Gemeinde ist, die viel Unterstützung erfährt. Für viele Menschen aus der Ukraine, ob konfessionell oder nicht, seien die ukrainischen Gemeinde ein Stück Heimat geworden. Hier könnten die Menschen Gemeinschaft erfahren.
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Iryna Yakubenko ist 2022 aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Viele ihrer Angehörigen sind noch in ihrer Heimatstadt. Am Dienstag erlebten sie dort einen russischen Angriff.
Dafür unterstütze er auch die Ukraine vor Ort. Laut Schreiben organisiert Bischof Bohdan Dyzurakh eine Aktion, bei der Rosenkränze an der Front verteilt werden. Insgesamt habe man so 130.000 Rosenkränze an die Soldaten verteilt.
Als Bischof unterstütze er außerdem die Pfarreien sowie die Militärkaplane bei ihrer Seelsorge für die Menschen in der Ukraine und im Ausland.
Gottesdienst der ukrainischen Gemeinde ist gut besucht
Für den Gottesdienst der ukrainischen Gemeinde Stuttgart sind rund 200 Menschen gekommen. Zum Teil sind sie dafür extra angereist. Anna Hayduk ist Mitglied der ukrainisch griechisch-katholischen Gemeinde. Eigentlich arbeitet und lebt sie in Heilbronn. Doch für sie sei der Termin wichtig, denn er sei eine gute Möglichkeit die eigene ukrainische Identität zu leben.