Die in Stuttgart-Untertürkheim auf einer Baustelle gefundene 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe ist am Dienstagabend erfolgreich entschärft worden. Um 19:47 Uhr wurde die erfolgreiche Entschärfung gemeldet. Straßen- und Schienensperrungen rund um den Fundort in Stuttgart-Untertürkheim wurden gegen 20:15 Uhr aufgehoben. Vor der Entschärfung waren etwa 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Sie konnten anschließend wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.
Die Bergung und Entschärfung der Bombe musste aus Sicherheitsgründen sofort und vor Ort erfolgen. Der Sprengkörper war beschädigt und der Zünder abgebrochen, wie die Feuerwehr im Nachgang mitteilte.
Bahnverkehr zwischen Stuttgart und Ulm stundenlang eingeschränkt
Die Sperrzone betraf auch den Fern-, Regional- und Stadtbahnverkehr sowie die B14. Unter anderem war der Zugverkehr zwischen Stuttgart und Ulm eingeschränkt. Laut Mitteilung der Deutschen Bahn wurde der Zugverkehr nach der Entschärfung wieder aufgenommen. Im Laufe des Abends müssten Fahrgäste aber noch mit Einschränkungen rechnen und sollten sich vor der Abfahrt auf bahn.de oder in der App DB Navigator informieren, hieß es.
Schon vor dem Bombenfund war die Bahnlinie auf dem Abschnitt zwischen Ulm und Geislingen am frühen Nachmittag gesperrt worden. Ein Güterzug hatte bei Amstetten (Alb-Donau-Kreis) eine Oberleitung mehrere hundert Meter abgerissen. Die Reparatur kann laut Bahn bis Mittwoch dauern.
Teile der B14 in Stuttgart mussten gesperrt werden
Auch die Straßen im Umkreis der Fundstelle der Fliegerbombe waren über mehrere Stunden gesperrt. Nach Angaben der Feuerwehr gehörten dazu auch Bereiche der B14. Der Kappelbergtunnel, der am vergangenen Wochenende wegen der Erneuerung von Tunnel-Technik gesperrt werden musste, war zwischenzeitlich ebenfalls von der Sperrung betroffen.
Auch Teile des Mercedes-Werks in Stuttgart-Untertürkheim waren betroffen, wie der Leitungsdienst der Mercedes-Werksfeuerwehr dem SWR auf Anfrage sagte. In etwa 15 Gebäuden sei auf Anordnung der Stuttgarter Behörden die Arbeit unterbrochen worden und die Leute seien teilweise nach Hause geschickt worden. Es handele sich hauptsächlich um Verwaltungsgebäude, Auswirkungen auf die Produktion seien nicht groß gewesen.