Auf dem Cannstatter Wasen geht am Sonntagabend das Stuttgarter Frühlingsfest zu Ende. Die Veranstalter sind mit der Zahl der Besucherinnen und Besucher zufrieden. "Wir haben über 1,5 Millionen Besucher gehabt", sagte Guido von Vacano, Geschäftsführer der städtischen Veranstaltungsfirma in.Stuttgart dem SWR. "Das ist im Vergleich ein sehr gutes Frühlingsfest, aber kein Rekordjahr."
Gute Zwischenbilanz Sonnenschein lockt Menschen auf das Frühlingsfest in Stuttgart
Halbzeit auf dem Stuttgarter Frühlingsfest: Die Veranstalter sind mit den Besucherzahlen und der Stimmung auf dem Wasen zufrieden. Nur anfangs gab es Aufregung um zwei Fahrgeschäfte.
Stuttgarter Frühlingsfest: Kein neuer Besucherrekord
2025 hatten noch 2,2 Millionen Menschen das Stuttgarter Frühlingsfest besucht, also 700.000 Besucherinnen und Besucher mehr. Die drei Wochen seien dieses Mal nicht in die Osterferien gefallen, deshalb habe es kein absolutes Spitzenergebnis gegeben, erklärte von Vacano. "Wir hatten durchaus ein paar Tage, wo das Wetter nicht ganz so gut war", ergänzt von Vacano.
Wir sind das größte Frühlingsfest der Welt. Die Positionierung ist richtig und das ist natürlich auch ein Ansporn, das auszubauen.
Man wolle aber weiterhin offensiver nach außen kommunizieren, dass man in Stuttgart das größte Frühlingsfest der Welt habe - bei den Besuchern wie Festzelten und Schaustellern. Für die Zukunft hat sich die städtische Veranstaltungsfirma vorgenommen, das Fest entsprechend verstärkt international zu vermarkteen, um noch mehr ausländische Gäste anzulocken. Zudem wolle man das Frühlingsfest als Angebot für Familien noch stärker in der Region positionieren.
Polizei: Weniger Straftaten beim Frühlingsfest
Die Polizei zeigt sich ebenfalls insgesamt zufrieden. Sie berichtet von zehn Prozent weniger Straftaten auf dem Wasengelände. Das bedeutet zum einen weniger Waffenfunde und weniger Fälle von Körperverletzung. Zum anderen nahmen die gemeldeten Sexualdelikte zu: Statt zehn sexuellen Belästigungen erfasste die Polizei in diesem Jahr 20. Das bedeute aber nicht, dass mehr Frauen und Mädchen belästigt worden seien, erklärt Jörg Schiebe, Leiter des Polizeireviers Bad Cannstatt.
"SafeNow"-App in allen Wasen-Festzelten Frühlingsfest Stuttgart: So funktioniert die Sicherheits-App "SafeNow"
Auf dem Wasen können Besucher jetzt per "SafeNow"-App in allen Festzelten mit einem Klick Security alarmieren und ihren genauen Standort senden. Wir haben mit dem Macher der App gesprochen.
Viel mehr werde sexuelle Belästigung heutzutage weniger toleriert und schneller gemeldet. "Ich gehe davon aus, dass wir die immer schon vorhandenen Zahlen einfach mehr erhellt haben und es auch den Betroffenen sehr viel besser erleichtert haben, auch in Kontakt zu treten", sagt Schiebe. Zugleich wurden in diesem Jahr bei der Polizei bislang keine schweren Sexualdelikte wie Vergewaltigungen angezeigt. Im Jahr 2025 waren es noch drei Fälle.
"Wasenboje" und SafeNow-App beim Frühlingsfest
Auch das Team der "Wasenboje" zieht ein positives Fazit. Bei diesem Angebot der Stadt Stuttgart können Frauen in Notsituationen Hilfe finden. "Wir hatten zwar mehr Fälle im Vergleich zum Vorjahr beim Frühlingsfest", so Marc Reinelt, Projektleiter für die "Wasenboje" auf dem Frühlingsfest. "Diese Fälle führen wir aber darauf zurück, dass das Angebot bekannter wird."
Neu war in diesem Jahr unter anderem, dass nun in allen Festzelten eine Sicherheits-App genutzt werden konnte. Mit der SafeNow-App können Besucherinnen und Besucher innerhalb der Zelte Sicherheitspersonal alarmieren. Es kann dann den Ort lokalisieren und zur Hilfe kommen. In der Vergangenheit funktionierte der Betrieb der App nur in wenigen Festzelten. Dieses Mal setzten alle Wirte das System hinter der App ein und übernahmen die Kosten dafür.
Frühlingsfest endet mit Musikfeuerwerk
Höhepunkt ist das große Musikfeuerwerk am Abend. Ab 21:30 Uhr wird es am bunt am Himmel über dem Wasen. Dafür sorgt mehr als zehn Minuten lang ein mehrfacher Pyrotechnik-Weltmeister. Als musikalische Begleitung sind bekannte Hits zu hören.