Wegen Mordes an einem 46-Jährigen in Göppingen muss eine Frau lebenslang in Haft. Das Landgericht Ulm verurteilte die 26-Jährige am Freitag. Sie habe den zufällig ausgewählten Mann aus reiner Mordlust getötet, so das Gericht. Das Gericht stellte eine besondere Schwere der Schuld fest. Die Frau habe das Ziel gehabt, als Serienmörderin bekannt zu werden und damit Ruhm und Anerkennung zu erhalten, so das Gericht.
Mann offenbar beim Sterben gefilmt 26-Jährige vor Gericht: Frau aus dem Raum Stuttgart soll aus Mordlust getötet haben
Eine Frau verabredet sich mit einem Mann aus Göppingen zum Sex. Laut Staatsanwaltschaft lässt er sich fesseln, dann tötet sie ihn. Vor Gericht werden weitere Details bekannt.
Gericht: Borderline, aber schuldfähig
Das Gericht hat bei der 26-Jährigen eine Borderline-Persönlichkeitsstörung festgestellt. Eine eingeschränkte Schuldfähigkeit sieht das Gericht dadurch jedoch nicht. Die Täterin habe noch immer erkennen können, dass sie Unrecht tut und habe auch das "Hemmungsvermögen" gehabt, die Tat zu unterlassen. Die Tat sei geplant und gesteuert gewesen, so das Gericht.
Frau stach mit Küchenmesser auf Opfer ein
Die Staatsanwaltschaft hatte der Frau heimtückischen Mord aus Mordlust und niedrigen Beweggründen vorgeworfen. Den Ermittlungsbehörden hatte die 26-Jährige erklärt, sie habe im Oktober 2024 den Entschluss gefasst, Männer umzubringen. Damit wolle sie sich für mutmaßlich an ihr begangene Vergewaltigungen und Misshandlungen rächen. Laut Staatsanwaltschaft soll die Angeklagte mit 17 Jahren von einem Ex-Freund vergewaltigt worden sein. Außerdem habe ihr Vater sie regelmäßig geschlagen. Sie stamme aus komplizierten familiären Verhältnissen.
Das 46 Jahre alte Opfer und die Frau sollen sich auf einer Internetplattform zum Sex verabredet haben, später soll sie mit einem Küchenmesser mehr als 20 Mal auf ihn eingestochen haben.